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Gefahrenpunkt an der Kreuzung Reepenweg: Die Leiden an der Leidener Straße

Gefahrenpunkt an der Kreuzung Reepenweg : Die Leiden an der Leidener Straße

Für Fahrradfahrer ist die Kreuzung Reepenweg schlecht geregelt und ein Gefahrenpunkt, sagt Bernhard Lange.

Krefeld. Bernhard Lange wohnt an der Leidener Straße. Wenn er aus der Haustüre tritt, fällt ihm gleich eine ganze Reihe von Dingen auf, die dort für die Verkehrsteilnehmer — insbesondere für die Sicherheit von Kindern und Fahrradfahrern — dringend verbessert werden müssen. Vor allem die Kreuzung Leidener Straße/Reepenweg sei für Fahrradfahrer äußerst schlecht geregelt, findet er. Zumal es dort auch Richtung Schulzentrum geht.

Gefahrenpunkt an der Kreuzung Reepenweg: Die Leiden an der Leidener Straße

„Wenn die Radfahrer vom Kreisverkehr auf die Leidener Straße kommen, haben sie auf einer kurzen Strecke — bis zum Reepenweg — auf beiden Seiten einen Radweg. Dann endet er rechts und führt nach der Kreuzung nur auf der linken Seite weiter. Dort steht deshalb ein blaues Gebotsschild für Fahrradfahrer und Fußgänger“, sagt Lange beim Ortstermin.

„Nur: Steht ein großes Fahrzeug an der Kreuzung, kann kein Fahrradfahrer diesen Hinweis sehen.“ Fast alle fahren über die rechte Fahrbahn weiter, nutzen den Radweg nicht.

Die Beschilderung der Kreuzung ist dort ebenso irreführend. Schilda lässt grüßen. Lange: „Auf der einen Seite der Kreuzung weist ein Fahrradschild auf die Nutzung rechts und links hin, nach der Kreuzung wird auf einem Schild in die anderen beiden Richtungen verwiesen. Das soll wohl für die Leidener Straße gelten, die aber einen Radweg auf der anderen Seite hat.“

Fahren die Radler vom Kreisverkehr rechts über die Leidener Straße Richtung St. Huberter Landstraße wird dem engagierten Anlieger oft Angst und Bange: „Hier donnern Busse und Lastwagen bei 50 Stundenkilometern und mehr vorbei. Sieben Querungshilfen sollen das eigentlich verhindern.“ Lange würde es lieber sehen, wenn die Inseln verschwinden und 30 Stundenkilometer eingeführt werden würden. „Dann fällt diese Slalomstrecke an den Straßeninseln weg.“

Das sei auch besser für die Kinder, die die Fahrbahn queren. Erst jetzt hat Lange Mitarbeiter des Fachbereichs Grünflächen aufgefordert, das Straßenbegleitgrün in den Beeten herunterzuschneiden. „Es war über 1,20 Meter hoch gewachsen. Die freie Sicht war für Kinder und Autofahrer behindert. Sie konnten einander nicht sehen.“ Nach seinem Hinweis war das Gebüsch am nächsten Tag geschnitten.

Gefahrenpotenzial sieht Lange auch an der Einmündung der Dünkirchner- in die Leidener Straße. „Es müsste ein Stopp-Schild statt ,Vorfahrt achten‘ aufgestellt werden. Wer dort herauskommt, sieht die Radfahrer nicht, die sich Richtung Kreisverkehr bewegen. Ich musste selbst schon in die Eisen steigen und wäre beinahe gestürzt.“

Was bei Sonnenschein kaum auffällt, bei Regen aber deutlich sichtbar zu erkennen ist: Die schweren Busse und Lkw haben tiefe Rinnen in den Straßenbelag gedrückt. „Was bei Nieselregen nur einen kleinen Fluss bildet, wird bei richtigem Niederschlag zur Riesenpfütze. Denn die Gullis fassen nicht das ganze Wasser. Da hilft nur ein mutiger Sprung, um von Wagen nicht komplett nass gespritzt zu werden.“

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