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Hüls sortiert sich: Gespräche zwischen SPD und Grüne

Bezirksvertretungen : Hüls sortiert sich: Gespräche zwischen SPD und Grünen

Bei der Bezirksvertretung hat sich durch die Kommunalwahl einiges verändert.

Die Kommunalwahl ist vorbei, die Fraktionen sortieren sich neu, erste Gespräche über mögliche Zusammenarbeiten haben stattgefunden oder sind zumindest terminiert. Das gilt nicht nur für den Krefelder Stadtrat: Heute steht ein Treffen zwischen SPD und Grünen in Hüls auf dem Terminkalender.

Nach der Kommunalwahl werden auch in Hüls die Karten völlig neu gemischt: SPD und CDU habe je einen Sitz in der Bezirksvertretung verloren. Die CDU kommt noch auf fünf, die SPD auf vier Sitze. Umgekehrt haben die Grünen zwei Sitze gewonnen und bringen nun wie die SPD vier Mitglieder mit in die BZV – Thorsten Hansen, Maria Schneider, Björn Petri und Christa von Danwitz. Somit sind nun verschiedene Bündnisse möglich: SPD und Grüne könnten sich zusammentun, aber auch CDU und SPD oder CDU und Grünen. In der BZV gibt es insgesamt 15 Sitze, acht Stimmen würden also für eine Mehrheit reichen.

„Das ist spannend“, hatte schon unmittelbar nach der Wahl Bezirksvorsteher Hans Butzen (SPD) gegenüber der WZ erklärt. Dies gilt auch für seinen eigenen Posten. Bisher konnte er sich auf eine Kooperation von SPD, Grünen und FDP stützen. Doch mit dem Erstarken der Grünen sind neue Konstellationen denkbar.

Thorsten Hansen, neuer Fraktionssprecher der Grünen in der Bezirksvertretung, sieht im Hülser Wahlergebnis den „Wunsch nach Veränderung“. Ein Plus von zwölf Prozent bei den Grünen und ein sattes Minus auf der anderen Seite sei ein starkes Signal, das man beachten müsse.

Eine Fortsetzung der alten Kooperation kann sich Hansen durchaus vorstellen. Er schließt aber auch eine Zusammenarbeit nur mit der SPD oder nur mit der CDU nicht aus. Ebenso wäre es aus seiner Sicht möglich, dass sich alle Seiten auf einen Kompromisskandidaten für das Amt des Bezirksvorstehers einigen, um anschließend mit wechselnden Mehrheiten zu arbeiten. „Das werden die Gespräche ergeben“, betont Hansen. Es sei deshalb auch noch zu früh, über den neuen Bezirksvorsteher zu spekulieren.

„Vor der ersten Ratssitzung am 3. November werden wir Klarheit haben“, sagt der ehemalige OB-Kandidat der Grünen. Dies gilt aus seiner Sicht auch für die übrigen acht Stadtbezirke. Schwarz-Rot, Schwarz-Grün, Rot-Grün – er könne keine Farbkonstellation ausschließen.

Mit Blick auf die Gesamtstadt hält Thorsten Hansen fest: „Wir gehen davon aus, dass wir Grüne eine Bürgermeister-Stelle bekommen.“ Bisher gab es nur zwei dieser Posten (für CDU und SPD). Für die neue Wahlperiode ist aufseiten der  CDU schon Kerstin Jensen, aufseiten der SPD Gisela Klaer im Gespräch. Letztere war bisher schon Erste Bürgermeisterin. Die Grünen haben laut Hansen ebenfalls schon jemanden auf der Liste, Namen möchte er aber nicht nennen.

Die FDP-Fraktion hatte am vergangenen Mittwoch erklärt, zwei Bürgermeister-Posten in Krefeld müssten ausreichen. Thorsten Hansen erinnert dagegen daran, dass es in der Vergangenheit sogar schon vier Stellvertreter des Krefelder Oberbürgermeisters gegeben habe.