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Gnome und Riesen wohnen am Südbahnhof

Gnome und Riesen wohnen am Südbahnhof

In einer Ausstellung sind die Werke von 80 Kindern und Jugendlichen zu sehen, die sich in den Ferien mit dem Thema „Groß und Klein“ beschäftigt haben.

Krefeld. Gemütlich haben es die Gnome auf dem Dach des Südbahnhofs. Inmitten von Flüssen und Seen leben sie in niedlichen Rundbauten mitten im Hexenwald. Wer sie besuchen möchte, braucht dafür nur einen Kieselstein als Eintrittskarte.

Die Ausstellung „Wo die Gnome wohnen“ schließt das in den Sommerferien begonnene Projekt „Giganten und Gnome“ ab. „Wir haben mit den Kindern zum Thema Groß und Klein kreativ gearbeitet, viel gebastelt und ein Theaterstück aufgeführt“, erzählt Eva Roux, Leiterin der Jugendkunstschule im Südbahnhof.

In Kooperation mit dem Werkhaus und dem Spielhaus Dießem (SpieDie) organisierte Roux das Projekt gemeinsam mit SpieDie-Leiter Helmut Boeck. Bis zu 80 Kinder kamen täglich. Die Ergebnisse ihrer kreativen Arbeit können nun in der Ausstellung, die noch bis Ende Oktober läuft, besichtigt werden.

Ein Dutzend der kleinen Künstler steht während der Eröffnung vor dem Südbahnhof und bewundert zuerst „Giganto-Girl“ und „Giganto-Man“, zwei Collagen, die sich auf dreieinhalb Meter langen Stoffbahnen neben dem Eingang postieren.

Auf dem Dach des Südbahnhofs gibt es auf dem „Andersweg“ in luftiger Höhe viel zu entdecken. Ob aus Korken, Muscheln oder Stöcken, die Kinder haben jede Menge Kobold-Dörfer aus Naturmaterialien gebastelt.

Im Baum hängt ein weißes Holzskelett. Wie seine Kollegen, das Riesen-Pärchen Frau Enad und Herr Rübe, stand es gemeinsam mit den Kindern auf der Theaterbühne. Justin (12) hatte eine Rolle als Gnom und auch Nathalie (10) freut sich nun über ein Wiedersehen mit den überdimensionalen Fabelwesen.

Im Theaterstück waren die sympathischen Riesen Vegetarier, die sich lieber von Scherzen und Lachen ernährten als von Gnomen. Vom Herbstlaub halb bedeckt sind die Lehmhütten der Wichte. Patricia (12) hat in die Ausarbeitung der Details viel Arbeit gesteckt. „Das Gnomendorf lassen wir hier stehen“, sagt Helmut Boeck. „Es vergeht einfach mit der Zeit.“

Er plant schon die nächste Ausstellung im Werkhaus. „Im geschützten Raum zeigen wir dann die empfindlichen Objekte aus den Gnomen-Wohnungen wie zum Beispiel Fotos und gemalte Bilder.“