Stadtteil-Arbeit hat Jubiläum

Der Bürgerverein wird 25 Jahre. Gefeiert wird am Sonntag mit einem Festakt.

Krefeld. Der Stadtteil Königshof erstreckt sich von der Untergath bis hin zur Kimpler Straße und zählt heute über 5000 Einwohner. Etwa 20 Prozent sind Mitglied im Bürgerverein (BV) Königshof, der 1983 aus der Taufe gehoben wurde.

Am Sonntag, 10. August, wird im Jugendheim der Pfarre Herz-Jesu an der Kneinstraße beim offiziellen Empfang kräftig auf das 25-jährige Bestehen angestoßen. Die Festrede auf den Silberjubilar hält Oberbürgermeister Gregor Kathstede.

Ob bei neuen Ampelanlagen, Aufstellen und Pflege von Parkbänken, Organisation von Seniorenfahrten oder Ausrichtung von Karnevalsfeten, überall ist der Bürgerverein ein Ansprechpartner und reicht die helfende Hand. Reinecke: "Zur Zeit kämpfen wir darum, dass die Königshofer Wiese hinter dem MSM-Gymnasium erhalten bleibt."

Acht Jahre nach der Gründung (1975) des Bürgervereins Fischeln - Königshof war die Zeit für den Doppelnamen abgelaufen. In der Chronik heißt es: "Fischeln geht über alles, und Königshof spielt nur eine untergeordnete Rolle."

Um dies zu ändern, treffen sich am Fronleichnamstag 1983 ein Dutzend Königshofer bei Johannes Jörissen und bereiten die Schritte zu Gründung vor. 3500 Handzettel werden verteilt.

Der spätere erste Mann am "Königshof", Johannes Jörissen, heute Ehrenvorsitzender, damals in der Gründungsrede: "Ein eigenständiger Bürgerverein Königshof muss Aufgaben übernehmen, die geeignet sind, das Gemeinwohl in unserem Stadtteil zu fördern und Kontaktschranken abzubauen. Es gilt, auf uns bezogene Impulse und Ideen aufzunehmen, zu diskutieren und an die zuständigen Stellen heranzutragen."

Gesagt, getan. Eine Arbeitsgruppe stellt die Satzung zusammen. Sieben Wochen nach der Gründung am 31. Oktober zählt man schon 300 Mitglieder. Danach beginnt im Süden Krefelds eine regelrechte "Erfolgsgeschichte". Erste Handlung: 42 Laubbäume und 270 Sträucher, allesamt gespendet, werden an der Wichernstraße gepflanzt.

Nach 20-jähriger Vereinsführung wird Gründervater Jörissen 2003 von Ulrich Reinecke abgelöst. Der steht bis heute an der Spitze: "Wir haben uns immer in den Dienst der Bevölkerung Königshofs gestellt. Schwerpunkte sind bis heute Jugendarbeit und Schulen."

Stolz ist man im BV auf die Gründung des Kindergartens an der Niederbruchstraße sowie Schaffung und Instandhaltung des Spielplatzes Wichernstraße. Zu den benachbarten Bürgervereinen in Stahldorf und Fischeln hält man einen "guten Draht" aufrecht, um Probleme, etwa die auf der Kölner Straße, gemeinsam zu lösen.

Gerade mit dem BV Fischeln als größten Krefelder Stadtteil gibt es über lokalpolitische Probleme hinaus ein harmonisches Verhältnis. Reinecke: "Nicht zuletzt stellt Königshof die letzten drei Schützenkönige!"

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