Polizei gibt Tipps gegen Einbrecher am WZ-Mobil

Polizei gibt Tipps gegen Einbrecher am WZ-Mobil

Viele besorgte Bürger kamen zum Marienplatz und erkundigten sich, wie sie sich vor Einbrechern schützen können.

Krefeld. Besorgte Fischelner sammeln sich am WZ-Mobil. Mitarbeiter der Polizei und der auf Einbruch spezialisierten Ermittlungskommission (EK) Dämmerung beraten die Anwohner vor Ort, wie sie ihr Haus schützen können.

Die meisten Bürger möchten wissen, wie sie sich gegen Einbrüche wappnen können. „Einbrecher kommen immer durch Türen oder Fenster. Was kann man dagegen machen?“, fragen Gisela und Ingo Dömkes. Helmut Horning macht sich ebenfalls Gedanken: „Ich will meine Tür nicht mit einem Querriegel verbarrikadieren wie in einer Ritterburg. Aber sicher soll sie trotzdem sein.“ Eberhard Dessau interessiert, wie er seine Balkontür wirksam sichern kann. „In meiner Nachbarschaft wurde schon eingebrochen“, sagt er besorgt. Die Polizei berät sie am WZ-Mobil.

Marc Hebben und Volker Groh, Mitarbeiter der Polizei-Pressestelle, informieren über Sicherungselemente und Alarmanlagen. Sie wissen: „Technisch gesicherte Fenster und Türen stehen an erster Stelle. Fast die Hälfte der Taten scheitert an gesicherten Objekten.“

Werner Kremers ist ein Betroffener. „Vor Jahren wollte man am hellichten Tag bei mir einbrechen. Ich habe mir eine Alarmanlage angeschafft. Aber die Angst bleibt.“ Alle Hände voll zu tun hat Claudia Borgsmüller. Die stellvertretende Leiterin der neuen EK Dämmerung beruhigt ältere Damen, die ihr von ihren Ängsten erzählen. „Die Täter flüchten schnell, wenn sie merken, dass jemand zu Hause ist“, beruhigt sie Ilse Weckwerth (71).

Robert Lax baut weitere Ängste ab. „Die Zahl der Einbrüche ist nicht gestiegen“, erklärt der EK-Leiter. „Wir gehen jetzt nur anders damit um und berichten verstärkt.“ So möchte die Polizei die Bevölkerung sensibilisieren. „Wir brauchen die Bürger als Hinweisgeber. Halten Sie Augen und Ohren offen. Eine funktionierende Nachbarschaft ist wichtig.“ Die Polizei bearbeite jeden Hinweis. „Es ist wichtig, direkt anzurufen, wenn etwas Verdächtiges auffällt“, fordert er die Bürger auf.

Günther Hoffmann ist solch ein aufmerksamer Nachbar. Er verfolgte per Fahrrad einen Mercedes, der im Schritttempo durch die Wohnstraßen fuhr und notierte sich das Kennzeichen. „Am Ende war es wohl nur ein Handwerker, der eine Adresse suchte. Aber man kann ja nie wissen.“

Ulrike Anstots weiß, wie es sich anfühlt, wenn Fremde ins eigene Haus einsteigen. „Ich hatte aus Versehen das Fenster auf Kipp. Und ich frage mich noch heute, warum niemand die Einbrecher gesehen hat, das Fenster geht nämlich zur Straße raus“, erzählt sie. Eineinhalb Jahre ist das jetzt her. Trotzdem fährt sie noch immer in ihrer Mittagspause nach Hause, um nach dem Rechten zu sehen.

Agnes Eschbaum hofft, dass ihr so etwas nicht passiert. „Darum habe ich mir vor zwei Wochen auch einen Vortrag von der Polizei angehört“, berichtet sie. „Es ist wichtig zu wissen, welche Schlösser sicher sind und trotzdem bezahlbar.“ Willi Arden ist froh, dass es in seinem Haus jetzt zumindest eine Sprecheranlage gibt. „So wird nicht jeder reingelassen, der klingelt“, hofft er.

Bei Helmut Brocker wurde bisher zwar nicht eingebrochen. „Aber es gab eine sehr merkwürdige Situation“, erzählt er. Eine Frau habe in seinem Garten auf der Bank gesessen und behauptet, sie würde ihre Katze suchen. Sie fragte Brocker nach einem Glas Wasser — der hat sie aufgefordert, sein Grundstück zu verlassen.