Mischling Ringo durch Scherben auf Hundewiese verletzt

Mischling Ringo durch Scherben auf Hundewiese verletzt

Mischling Ringo hat sich an Glas vom Stadtparkfest verletzt. Keine Schuld sehen die Veranstalter.

Fischeln. An das Stadtparkfest in Fischeln erinnert sich Dieter König gerne. Mit seiner Frau Silvia hatte er am 30. August das Fest besucht, mit Freunden und Nachbarn zwei Stunden lang nett gefeiert. Was ihm ganz und gar nicht gefiel, war das viele zerdepperte Glas, das überall herum lag. "Die Veranstalter hatten auf Pfand verzichtet, was viele missbraucht haben und die Gläser auf den Boden warfen", sagt Dieter König, der Feuerwehrmann bei Thyssen ist.

Vier Tage lang machte er beim Gassi-Gehen mit seinem Hund Ringo einen großen Bogen um den Park. Obwohl der Förderverein am Tag nach der Party intensiv aufgeräumt hatte, war König die Gefahr zu groß, dass der Mischling in eine Scherbe tritt.

Am fünften Tag aber passierte es: Auf der Hundewiese in Höhe des Regenauffang-Beckens Robert-Reichling-Straße tappte Ringo in ein zerbrochenes Glas und verletzte sich an den Fußballen schwer. "Er musste unter Vollnarkose genäht werden", berichtet Dieter König und zeigt auf die Tierarztrechnung über exakt 188,92 Euro. Für ihn steht zweifelsfrei fest, dass die Scherben vom Stadtparkfest stammen.

Bernd Scheelen, Vorsitzender des veranstaltenden Fördervereins Stadtpark, sieht seinen Verein nicht in der Schuld. "Wir haben mit sechs Personen und zwei Industriesaugern mehrere Stunden aufgeräumt. So sauber, wie nach dieser Aktion, war der Park noch nie", meint der Bundestagsabgeordnete.

Scheelen erklärt, der Unglücksort befinde sich einige hundert Meter vom Veranstaltungsort entfernt. Die Party hatte nördlich des Gehweges stattgefunden. Der Vorwurf von Dieter König, der Verein hätte Pfand verlangen oder Plastikbecher verwenden müssen, weist Scheelen zurück. "Pfand ist keine Garantie, dass keine Gläser zu Bruch kommen. Uns war es zu betrugsanfällig. Auf Plastikbecher haben wir für die Biertrinker."

Der Hundebesitzer verzichtet darauf, über einen Anwalt die Tierarztkosten einzutreiben. "Am Glasbruch-Problem aber muss gearbeitet werden", meint König.

Mehr von Westdeutsche Zeitung