Maria ist wieder hinter Gittern

Der Zaun um das Standbild am Marienplatz ist restauriert. Die Bruderschaft erteilte den Auftrag.

Fischeln. Das Marien-Standbild in Fischeln steht seit Dienstag wieder in gewohnter Form auf dem Marienplatz. Nachdem vor einiger Zeit bereit die Statue einer Sandstrahl-Kur unterzogen worden war, beauftragte die Sebastianusbruderschaft, in deren Obhut das Standbild steht, Kunstschlossermeister Josef Palmen jetzt mit der Restaurierung des Denkmal-Gitters.

Dafür musste es in Palmens Werkstatt an der Breuershofstraße gebracht werden., wo drei Mann drei Wochen mit Sandstrahl, Hammer, Meisel und Feilen an ihm arbeiteten. Sie entfernten alte Farbschichten und strichen die rund 1800 Stahl-Segmente des vier mal 4,50 Meter messenden Gitters mit Zinkfilm-Farbe als Korrosionsschutz.

In dieser Woche ist das Gitter aufgestellt und seine Streben in der Basalteinfassung des Denkmals befestigt worden. Die Krefelder Handwerker nutzten dafür mit flüssiges Blei, das in hartem Zustand grau wird wie der Basalt.

Die Mariensäule wurde 1855 von einem "Komitee Fischelner Bürger" errichtet. Es ist die erste aller Mariensäulen, die anlässlich der "Dogmatischen Entscheidung" von der "Unbefleckten Empfängnis" der Gottesmutter Maria (Papst Pius IX" 8. Dezember 1854) aufgestellt wurden.

Die Statue schuf der Kölner Bildhauer Hilgers, der Sockel entstand in der Werkstatt des Linner Bildhauers Hilgers. Wer das Gitter schuf, ist nicht verzeichnet, obschon es mit seinen 25 Segmenten in den 18 "Zellen" auf jeder der vier Seiten (jede Seite 4,5 m ) ein echtes Meisterstück des Kunsthandwerkes ist

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