„De Kirmelü send parat“

16 Buden und Fahrgeschäfte sowie das tolle Wetter lockten ungewöhnlich viele Besucher zur Dreitages-Kirmes.

Krefeld-Fischeln. "Der Winterschlaf ist vorbei. In Fischeln ist wieder was los", verkündete Bezirksvorsteherin Rosemarie Küpper am Samstag um 14.30 Uhr vom "Dschungel Express" aus. Schausteller Förster hatte ihn als eines der fünf Fahrgeschäfte von 16 Unterhaltungs-, Spiel- und Verzehrgeschäften auf dem Marienplatz für drei Tage installiert.

In ihrer Ansprache zur Eröffnung der urkundlich schon 1669 erwähnten "Lustbarkeit" wies Küpper auch darauf hin, dass die Fischelner Kirmes traditionell die erste am Niederrhein ist. Und wie auch Tradition, waren die Fahrgeschäfte schon vor Beginn von der Jugend besetzt, ging es doch um die Freifahrt zur Eröffnung.

Ausgenommen Hornigs nostalgischer Kettenflieger aus Dortmund, der auch wieder einmal vor dem Bunker aufgebaut war. Auf ihm waren auch ausreichend Schwingsitze für die zahlreich erschienenen Stadtteil-Politiker reserviert. So kam es, dass man auch einen Ponzelar in Traditionskleidung durch die Luft fliegen sah. Ihm, in persona Wolfgang Müller, Vorsitzender des Fischelner Bürgervereins, war das Zylinderschwenken zur Kirmeseröffnung zugefallen. Er begleitete dies mit einem alten Krefelder Kirmesgedicht: "De Kirmeslü send all parat, Karselle, Bude stond akrat. Föschele warde hee all lang, nou brengt os Kirmes mar op Jang."

Und tatsächlich hatte die Sonne ungewöhnlich viele Erwachsene und Kinder - die einen an Römges Biergarten, die anderen an Paul Müllers Kinderflieger - auf die von Rolf Ruland, örtlicher Verwaltungsleiter, wieder bunt und abwechslungsreich eingerichtete Dreitage-Kirmes gelockt.

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