Bürgerverein diskutiert über Konverter-Standort

Bürgerverein diskutiert über Konverter-Standort

Im zweiten Quartal will Amprion bekanntgeben, welche Flächen sich eignen. Auch der Rhein-Erft-Kreis kommt in Frage.

Fischeln. Auf der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Fischeln haben die Mitglieder über den möglichen Bau eines Konverters durch die Firma Amprion in Krefeld diskutiert. Eingeladen hatte der Bürgerverein in diesem Zusammenhang auch Jurist Ansgar Jurist Heveling (CDU), der als Mitglied des Bundestags und Mitglied des Rechtsausschusses politisch eingebunden ist. In einem Vortrag erläuterte Heveling den Mitgliedern des Bürgervereins Planungsverfahren und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung.

Für die rund 500 Kilometer lange Stromtrasse von Emden nach Philippsburg stehen bislang nur Anfangs- und Endpunkt fest. Der exakte Verlauf sowie der Standort für den Konverter sind noch offen. Nach einem ersten Standort, den Amprion in Osterath gefunden zu haben glaubte, — laut Heveling hat sich das Unternehmen auf „eine Liegenschaft festgelegt hat, ohne jemanden zu fragen“ — soll Amprion nun begonnen haben, nach weiteren möglichen Standorten zu suchen — bis hinein in den Rhein-Erft-Kreis. Dabei nennt das Unternehmen jetzt auch Kriterien für die Standortwahl.

Im zweiten Quartal sollen die möglichen Flächen bekanntgegeben werden, sagt Heveling. Er zählt die Kriterien auf, die Amprion an seine Standortsuche anlegt und ebenso die Liste der Ausschlusskriterien. Dazu gehört neben dem Abstand zu Wohn- und Freizeitgebieten die Vorgabe, dass es keine Konflikte mit bestehenden raumordnerischen Rahmenbedingungen geben darf. Ist dann ein konkreter Standort gefunden, beginnt das Planfeststellungsverfahren, das in einem Beschluss endet, „gegen den man dann klagen kann.“

Deutlich wurde auch, dass Amprion die Kriterien selber festlegt, das Gutachten in Eigenregie erstellt und erst später von der Bundesnetzagentur prüfen lässt.

Besonders bei der Diskussion um einen angemessenen Abstand von Wohngebieten zum Konverter wurde dies als problematisch herausgestellt. Zur Sprache kam ebenfalls, dass es bislang in dieser Größenordnung keinen Konverter in Deutschland gibt, einen kleineren vergleichbaren nur in den Niederlanden in Eemshaven. Wirtschaftliche Vorteile für den Standort sind von einem Konverter nicht zu erwarten.

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