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Dießem/Lehmheide: Zu Besuch in der größten Kita in Nordrhein-Westfalen

Dießem/Lehmheide : Zu Besuch in der größten Kita in Nordrhein-Westfalen

In der Einrichtung an der Christian-Roos-Straße gibt es acht Gruppen mit insgesamt 150 Mädchen und Jungen.

Jonas hat an diesem Morgen Lust auf Werken. Anton möchte Theater spielen und Nele will den Medienraum besuchen. Für die Kleinen, die die Kindertagesstätte (Kita) Christian-Roos-Straße besuchen, ist das alles kein Problem. Dort arbeiten die Pädagogen nach modernen, wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen. Die Einrichtung im Süden der Stadt ermöglicht den Kleinen in zehn verschiedenen Themenräumen Betreuung, Erziehung und Bildung in einer angenehmen Atmosphäre. Und abhängen dürfen sie auch.

„Unsere 1600 Quadratmeter große Kita ist mit acht Gruppen und 150 Mädchen und Jungen aus 15 Nationen zwischen vier Monaten und sechs Jahren – darunter zehn Kinder mit besonderem Förderbedarf – die größte in NRW“, sagt Simone Sánchez-Martinez, die Leiterin der Einrichtung. „Die Dependance an der Spinnereistraße mit zehn kleinen Besuchern gehört auch dazu.“

Die Pädagogin hat schon mehrere Kindertagesstätten im Süden der Stadt geleitet; so auch diejenige auf dem Helios-Gelände. Sie war nicht mehr zeitgemäß und ging mit ihren vier Gruppen in die neue Kita ein. „Ich habe die Bauphase hier am Lutherplatz begleitet“, sagt die Leiterin, die Erzieherin, Heil- und Frühpädagogin ist. „Wir konnten von Anfang an andere Wege gehen. Das fängt bei der Willkommenskultur an. Das Kind kann sich fallen lassen und es sich wohlgehen lassen.“ Die hellen und gelben Farben des Hauses sorgten für eine gute Atmosphäre, die sehr wichtig sei.

In der Kita Christian-Roos-Straße gibt es also keine Gruppen-, dafür aber Themenräume, in denen es sich bunter und spannender lernen lässt. „Unsere Überlegungen lauteten: Was ist zielführend? Was ist gut für die Mädchen und Jungen und was dient der Entlastung des Personals, um gut arbeiten zu können?“

So erklären die Pädagogen, wo sie in den nächsten sechs Monaten tätig sein möchten. „Stets stehen die Bedürfnisse des Kindes, seiner Entwicklung gemäß, im Vordergrund“, erklärt die 50-Jährige.

In den Bildungsräumen – weitere sind beispielsweise Kinderbibliothek, Konstruktions- oder Bewegungsraum – stehen stets Betreuen, Bilden und Erziehen im Vordergrund. Nachdem die Eltern die Kinder abgegeben haben, suchen die Kleinen ab 9 Uhr in bunter Formation und für drei Stunden die Themenräume auf, die sie an diesem Tag interessieren. Dabei lernen Groß und Klein in einer bunten Altersmischung gemeinsam. Und immer heißt es: „Spiel ist das Medium, mit dem die Kinder lernen.“

Hierbei sei es auch wichtig, manchmal Langeweile zu haben, richtig abzuhängen, um später wieder kreativ zu sein. Sànchez-Martinez: „Die Bildungsräume versprechen Kontinuität und entsprechen den NRW-Richtlinien und Erkenntnissen aus den vergangenen zehn Jahren.“