Die Situation an der Forstwald Grundschule spitzt sich zu

Unterricht : Container sollen im Herbst weichen

Gestresste Kinder, überforderte Lehrer: Die Situation an der Grundschule Forstwald spitzt sich zu. Stadt beruhigt.

Container statt Klassenraum: So sieht derzeit der Schulalltag in der Grundschule Forstwald am Bellenweg aus. Im Sommer 2018 wurden bei Arbeiten an einer Akustikdecke erhebliche Mängel an den Betondecken im Ostflügel festgestellt, an normalen Unterricht war nicht mehr zu denken.

Krefelds kleinste Grundschule musste die betroffenen fünf Klassenräume schließen und auf eine schnell bereitgestellte Lösung der Stadt zurückgreifen. Seitdem werden die Schüler in Containern unterrichtet, die auf dem angrenzenden Sportplatz stationiert sind.

Doch nun, rund sieben Monate später, werden kritische Stimmen laut. Einige Eltern scheinen mit der Lösung unzufrieden, klagen über gestresste Kinder, mangelnde Ausrüstung und überforderte Lehrer. Vor allem die schlechte Informationspolitik der Verwaltung wird kritisiert.

Auf Anfrage antwortet ein Stadtsprecher: „Das Zentrale Gebäudemanagement und der Fachbereich Schule pflegen eine intensive Kommunikation und einen regelmäßigen Austausch mit der Schulleitung. Ebenso wurden die Elternvertreter im vergangenen Jahr durch das Gebäudemanagement über den Sachstand und das weitere Vorgehen bezüglich der Baumaßnahme informiert.“

Die Schulleitung wollte nach Anfrage unserer Zeitung nicht weiter Stellung zum Thema beziehen. Stattdessen heißt es von der Verwaltung, dass mit der Sanierung der nicht mehr nutzbaren Klassenräume bereits im Juli 2018 begonnen worden sei. Auf der Suche nach einem Ersatzstandort fiel die Wahl auf jene Container-Lösung. „Hierdurch ist es gelungen, dass der Schulunterricht nach den Ferien ohne Unterbrechung am Standort wieder aufgenommen werden konnte“, teilt die Verwaltung mit.

Vergabeverfahren soll Mitte
April 2019 abgeschlossen sein

Die Arbeiten brauchen aber Zeit. Noch sind die Handwerker nicht zu Gange, ein erforderlicher Bauantrag wurde allerdings bereits eingereicht, das daran anschließende Ausschreibungs- und Vergabeverfahren wird aller Voraussicht nach Mitte April 2019 abgeschlossen sein. „Die Sanierungsarbeiten an der Forstwaldschule befinden sich im Zeitplan“, berichtet ein Stadtsprecher. Erst danach könne mit den Rohbauarbeiten begonnen werden.

Das weitere Vorgehen sieht wie folgt aus: „Die Ausbaugewerke werden ab Mai beginnen können, so dass zu den Sommerferien der Gebäudeteil C wieder nutzbar ist und der Gebäudeteil A geräumt werden kann. Dieser wird zu den Herbstferien fertig saniert sein. Der Unterricht kann, nach heutigem Stand, nach den Herbstferien in allen Gebäudeteilen wieder stattfinden und die Container abgebaut werden.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung