Bürgerverein Traar lädt zum Neujahrempfang

Bürgerverein : Traarer Wahrzeichen sollen erhalten bleiben

Der Bürgerverein hat seine Ziele für 2019 und Vorstellungen für die Zukunft verkündet.

Das Schützenfest ist das Großereignis im Jahr 2019. Ungefähr 420 Schützen sind aktiv und bereiten sich auf die Traditionsveranstaltung der Traarer vor. Mit ihren Darbietungen und Kostümen wollen die Mitglieder des Schützenvereins auch in diesem Jahr wieder die zahlreichen Besucher begeistern.

Neben der Einstimmung auf das beliebte Schützenfest werden beim Neujahrsempfang des Bürgervereins auch einige Ankündigungen gemacht. Zunächst eröffnet die Orchestervereinigung Traar die Veranstaltung, begrüßt musikalisch im Pfarrheim St. Josef die vielen Gäste. „Ich könnte auch einen Gesangsbeitrag leisten, aber das lasse ich besser“, scherzt der Vorsitzende des Bürgervereins, Marc Blondin. Stattdessen wünscht er in seiner Eröffnungsrede den Anwesenden ein erfolgreiches Jahr 2019. Anschließend geht es vor allem um die Erhaltung und Verbesserung der Wahrzeichen, die den Bewohnern seit langer Zeit am Herzen liegen.

So möchte sich der Bürgerverein für den Erhalt des Rathauses einsetzen. Der Zustand im Inneren des Gebäudes lasse zu wünschen übrig, es soll schon bald eine ausführliche Besichtigung stattfinden, um die weitere Vorgehensweise planen zu können. Investiert werden soll in die Bezirkssportanlage Buscher Holzweg, damit die Sportvereine eine positive Aussicht auf die Zukunft haben können. Außerdem wird der Neubau der Feuerwache unterstützt. Unklar ist hingegen, wann genau der neue Supermarkt kommt, der schon seit längerem geplant ist.

Die Egelsbergmühle soll 2020 komplett saniert sein

Das wohl größte Projekt des Bürgervereins stellt allerdings der Erhalt der Egelsbergmühle dar. In den letzten drei bis vier Jahren wurden bereits über 100 000 Euro zur Sanierung gesammelt, die jetzt durchgezogen werden soll. 2020 soll die Mühle komplett saniert sein. Marc Blondin vergleicht das Vorhaben mit dem Kampf des Don Quijote gegen die Windmühlen. So stehe er als Sinnbild des Alten, der verzweifelt versucht, die neuen Zeiten zurückzudrängen.

Blondin sagt: „Wir bewundern ihn für seinen Mut, haben aber auch Mitgefühl, da sein Ziel nicht erreichbar ist“, sagt der Bürgervereinsvorsitzende und fragt, „ob auch wir so etwas wie die Kämpfer gegen die Windmühlen sind, die sich dem Unausweichlichem entgegenstellen“. Blondin sieht jedoch einen großen Unterschied zu Don Quijote: „Er hat aus purer Verzweiflung gekämpft und konnte dabei nicht gewinnen, während unser Einsatz erfolgreich sein wird.“

Dazu soll vor allem das Engagement aller Beteiligten beitragen, wie auch das aktive Mitgestalten von Veränderungen, anstatt sich gegen diese zur Wehr zu setzen. Denn auch in Zukunft soll es dabei bleiben: „Hier im Schatten des Egelsbergs und unserer Mühle lässt es sich gut und gerne leben.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung