Bürgerverein Holterhöfe nimmt Abbau von Ortseingangstafeln nicht hin

Bürgerverein Holterhöfe : Streit um ein Ortseingangsschild in Holterhöfe

Bürgerverein klagt über Raserei auf der Anrather Straße und das Verhalten der Behörden.

Birgit Hentschel vom Vorstand des Bürgervereins Holterhöfe findet deutliche Worte: „Die Lage spitzt sich langsam zu – und wir sind sehr erbost darüber. Das wollen wir so nicht hinnehmen!“ Im Blick hat sie dabei das Ortseingangs- und -ausgangsschild an der Anrather Straße – oder besser gesagt die fehlende Beschilderung.

Schon länger klagt der Bürgerverein darüber, dass nach der umfangreichen Sanierung der Straße die Schilder im Vorjahr nicht neu montiert worden seien (WZ berichtete). Nun aber wurden auch die noch vorhandenen Schilderrahmen entfernt, was Ulrich Strach, Beisitzer im Vorstand, zufällig beobachtet hatte. Es sei eine bodenlose Frechheit und Schweinerei sondergleichen, wie „die“ dort mit den Betroffenen umgingen, schreibt er in einer E-Mail an  seine Vereinskollegen. Und weiter: „Die Ortschaft Holterhöfe sollte wieder so beschildert werden wie vor den Umbaumaßnahmen, was die Ortsein- und -ausfahrt betrifft. Ansonsten wird es hier nimmer mehr eine ordentliche Ortschaft sein, sondern nur noch eine Raser-Durchfahrtsstraße, die das Prädikat ,neu & griffig & rasant’ nach dem Umbau erhalten hat.“

Bei Birgit Hentschel, die mit ihrem Mann Dieter als Vereinsvorsitzender das Problem im Vorjahr auch in der Bürgerfragestunde der Bezirksvertretung West vorbrachte, findet er Unterstützung. In einer aktuellen E-Mail an den Bezirksvorsteher Klaus Menzer  schreibt sie dazu: „Das ist mehr als lächerlich und beschämend zugleich, dass keiner in der Lage ist, einen Ortsteil von Krefeld richtig zu beschildern. Diesbezüglich bitte ich nochmals und dringlich um ihre Mithilfe!“ Bis heute habe sie zu der damaligen Anfrage keine Antwort erhalten.

Bürgerverein spricht von
unnötiger Bürokratie

Kein Verständnis haben die Verantwortlichen des Bürgervereins, dass noch Zuständigkeiten geklärt werden müssen. „Das ist unnötige Bürokratie“, so Hentschel. „Wir waren eine geschlossene Ortschaft und möchten bzw. werden es auch in Zukunft sein. Ich werde es nicht hinnehmen, dass Holterhöfe auseinandergepflückt wird.“ Es sei nun lange genug geredet und besichtigt worden.

Wie Ulrich Strach in einer weiteren Mail an den Bürgerverein mitteilt, sei ihm auf Nachfrage erklärt worden, dass die Zuständigkeit zwischen der Stadt Krefeld und Straßen NRW geklärt werden müsse. Dann könne man eine Entscheidung fällen – entweder sei die Anrather Straße eine städtische Durchgangsstraße oder  eine übergeordnete Straße, für die dann Straßen NRW zuständig sei.  Die Stadt habe ihm mitgeteilt, dass sie in jedem Fall der Meinung sei, dass das jetzt aufgestellte Ortseingangsschild am Sanddornweg richtig ist.

Straßen NRW ist in
Abstimmung mit der Stadt

Die Regionalstelle von Straßen NRW in Mönchengladbach erklärt auf Anfrage der WZ: Rechtlich sei der Bereich keine geschlossene Ortschaft. Man habe Tempo-50-Schilder aufgestellt, die für den Autofahrer auch nicht weniger als die gelben Ortseingangstafeln aussagten, sei aber noch mit der Stadt in Abstimmung. Ein Termin vor Ort sei anberaumt worden. Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen? „Die Sache liegt auf dem Tisch“, heißt es dazu von Straßen NRW.

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