1958 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt

Kirche : Markuskirche feiert 60-jähriges Bestehen

1958 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt. Zum Festgottesdienst sprach Oberbürgermeister Frank Meyer.

Der Regen prasselt unerlässlich gegen die bunten Fenster der Markuskirche. Doch von verregneter Stimmung kann im großen Hauptsaal nicht die Rede sein.   Dort begrüßen sich im Warmen und Trockenen freudig die Mitglieder der Gemeinde, während sich der Saal stetig füllt.  Am 7. Dezember 1958 wurde hier der Grundstein für den Bau der Markuskirche gelegt.

Als zentrales Motiv für den Gottesdienst steht dieser Psalm aus der Bibel: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Es wird gemeinsam gesungen, gebetet, und auch die zweite Adventskerze wird von einem Jungen aus der Gemeinde angezündet. Ein Chor, ein Klavier- und Saxophon-Duo sowie eine Orgel begleiten den Gottesdienst. Höhepunkt der Feier stellt die Predigt des Oberbürgermeisters dar. Was macht ein Haus zur Kirche? Laut Frank Meyer zum einen Gottes Segen, aber auch die Gemeinde. An die richtet er sich in seiner Predigt ganz direkt. Er applaudiert dem Engagement der Mitglieder, die seit der Entstehung der Kirche durch angeregte Beteiligung in sozialen Institutionen, beispielsweise Kindergärten und Altenheimen, die Krefelder Gesellschaft unterstützen. Er zeigt insbesondere Begeisterung für die große Einsatzbereitschaft von Jugendlichen in der Fischelner Gemeinde.

Besorgter Blick auf den Rückgang der Zahl von Kirchenmitgliedern

Es wird zwar an die Vergangenheit der Kirche erinnert, aber Meyer richtet seinen Blick nach vorne, um die Rolle des christlichen Glaubens in unserer modernen Gesellschaft darzustellen. Eine Sorge, die hier genannt wird, ist die sinkende Zahl von Mitgliedern in christlichen Glaubensgemeinschaften.

Doch von dieser lässt Meyer sich nicht beirren. Stattdessen betont er die Wichtigkeit des Glaubens in der deutschen Gesellschaft: „Wir brauchen die christliche Haltung“, sagt er. „Sowohl in moralischen und ethischen Fragen als auch bei  kulturellen Konflikten.“

Insbesondere diese Bezüge zur Modernität treffen bei den Zuhörern auf viel Resonanz. „Wir sind Gottes Mitarbeiter“, fährt er fort. „Gemeinsam können wir Christen etwas bewegen.“ Er endet die Predigt mit einem optimistischen Aufruf für die Zukunft, in der Hoffnung, auch in den nächsten 60 Jahren noch viel Engagement in der Kirche zu erleben.