Stadthaus Krefeld: Rat macht Druck auf die Verwaltung

Stadthaus Krefeld: Rat macht Druck auf die Verwaltung

Das Gremium fällt einen Volldampfbeschluss zur Sanierung des Stadthauses in Krefeld.

Krefeld. Der Rat der Stadt Krefeld fordert die Verwaltung in der Causa Stadthaus zum zügigen Handeln auf. Demnach soll die Verwaltung bis zur Ratssitzung am 5. Juli einen Beschlussentwurf vorlegen sowie unabhängig von der weiteren Entwicklung in den kommenden beiden Jahren ein Bebauungsplanverfahren fertigstellen. Darin sollen weiter die Optionen einer Sanierung sowie eines Neubaus verfolgt werden.

„Es ist ein Volldampfbeschluss“, sagt CDU-Ratsmitglied Jürgen Wettingfeld. „Wenn wir unserer Verpflichtung nachkommen wollen, müssen wir uns wirklich ins Zeug legen. Wir müssen Zeit gewinnen, denn jeder Monat, den wir verlieren, wird teuer.“ Jürgen Hengst (SPD) betont, dass die „übergroße Mehrheit des Rates“ eine Sanierung anstrebe. „Wir haben nur ein Problem: Das, was der Landschaftsverband Rheinland will, geht nicht“, sagt Hengst und spielte vor allem auf eine „unmögliche Restaurierung“ der Fenster an.

FDP-Fraktionschef Joachim C. Heitmann fragt, was mit dem denkmalgeschützten Stadthaus passieren wird, sollte ein Neubau beschlossen werden. Baudezernent Martin Linne stellt in Aussicht, dass „im schlimmsten Fall“ das Stadthaus als Denkmal verfallen könnte. „Aber davon sind wir hoffentlich noch weit entfernt.“ Die sogenannten Ewigkeitskosten würden bei jährlich 300 000 Euro liegen. „Wir geben den Bürgern ein außerordentlich schlechtes Beispiel ab“, klagt Grünen-Vorsitzende Heidi Matthias. Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) beteuert: „Wir kämpfen um das Stadthaus. Aber nicht um jeden Preis und zu allen Bedingungen.“ ck