Stadt will Fachkräfte binden

Stadt will Fachkräfte binden

Schulsozialarbeiter sollen nun unbefristete Verträge bekommen.

Änderung bei der Stadt Krefeld: Das Arbeitsverhältnis sämtlicher Schulsozialarbeiter soll ab sofort unbefristet abgeschlossen werden. Dies hat Oberbürgermeister Frank Meyer entschieden, nachdem es jüngst immer schwieriger wurde, geeignetes Fachpersonal für befristete Arbeitsverhältnisse zu finden.

Während die städtische Zentralstelle für Beschäftigungsförderung bereits zwölf Schulsozialarbeiter für die weiterführenden Schulen in ein Dauerbeschäftigungsverhältnis überführen konnte, waren die fünf vom Fachbereich Schule bewirtschafteten Stellen für Grund- und Förderschulen (verteilt auf sieben Fachkräfte) nach wie vor befristet.

„Seit rund zehn Jahren arbeiten die Lehrer einiger Krefelder Schulen eng zusammen mit sozialpädagogischen Fachkräften, um die individuelle, soziale und schulische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. In dieser Zeit hat die Schulsozialarbeit immer mehr an Bedeutung gewonnen und ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Unterstützungsinstrument geworden“, erklärt Bildungsdezernent Markus Schön.

Beschäftigt seien diese Fachkräfte teilweise bei den Schulen selbst und teilweise bei der Stadt Krefeld. „Bedingt durch die Mitfinanzierung durch staatliche Zuschüsse mussten für die Personengruppe städtischer Sozialpädagogen an den Grund- und Förderschulen die Arbeitsverhältnisse bislang befristet werden und zwar in dem Umfang, wie diese Fördermittel gesichert waren“, sagt Schön.

Nach den jüngsten Erfahrungen der Stadt ist es auf dem Arbeitsmarkt inzwischen kaum noch möglich, geeignetes Personal zu finden, das sich auf eine maximal zweijährige Befristung einlässt. Auch haben zunehmend befristet beschäftigte Schulsozialarbeiter anderweitig unbefristete Beschäftigungsmöglichkeiten gefunden und bei der Stadt gekündigt. „Vor dem Hintergrund dieser Arbeitsmarktsituation hat der Oberbürgermeister nun entschieden, alle in Schulen eingesetzten Kräfte unbefristet weiter zu beschäftigen. Momentan nicht besetzte Stellen werden jetzt als unbefristete Arbeitsverhältnisse ausgeschrieben und besetzt“, freut sich Schön und fügt hinzu: „Dies ist nicht zuletzt auch ein Zeichen der Anerkennung an die Kolleginnen und Kollegen, die seit Jahren hervorragende Arbeit in den Schulen leisten.“

Zur weiteren Sicherstellung der Schulsozialarbeit in Krefeld und der Koordination aller in diesem Bereich agierenden Akteure arbeite sein Dezernat derzeit mit Hochdruck an einem „Zukunftskonzept Krefelder Schulsozialarbeit“.

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