Stadt erhält Bürgerspenden von 30 000 Euro

Hauptausschuss : Stadt erhält Spenden in Höhe von knapp 30 000 Euro

Die meisten Zuwendungen sind im ersten Halbjahr an die Kunstmuseen gegangen.

Der Tagesordnungspunkt im Hauptausschuss klingt zunächst, als müsste man sich Sorgen machen, bei näherem Hinsehen leuchtet er dann aber ein. Er heißt „Unterrichtung über die von der Verwaltung angenommenen Spenden“. Nun steht es nicht so arg um die kommunalen Finanzen, dass die Krefelder schon Geld ans Rathaus überweisen müssen. Vielmehr geht es um Zuwendungen an die Museen, die Feuerwehr oder für Jugendeinrichtungen. Im ersten Halbjahr lag der Wert dieser Spenden bei rund 30 000 Euro, das geht aus dem Bericht für den erwähnten Ausschuss hervor, der am Donnerstag tagt.

Den größten Anteil an dieser Summe hat Robert Rotar. 18 Werke des Objektkünstlers sind an die Kunstmuseen Krefeld übergegangen, die Arbeiten haben einen Gesamtwert von 22 500 Euro. Die zweitmeisten Spenden und in der Summe den zweithöchsten Betrag verzeichnete die Jugendhilfe. 2405 Euro kamen durch elf Geldspenden zusammen, die vorwiegend für die Ferienfreizeit der Initiative „Krefeld für Kinder“ vorgesehen waren.

Auch das Textilmuseum hat von Sachspenden profitiert: Gisela Hoff aus Freudenstadt übergab zwei Mäntel, ein Kostüm und ein Kleid im Gesamtwert von 1590 Euro an die Einrichtung in Linn. Die Freiwillige Feuerwehr in Uerdingen hat im ersten Halbjahr von der Spendenfreude des Kaufmannsbunds im Stadtteil profitiert und 1000 Euro erhalten. Dieselbe Summe spendete die Evonik Degussa GmbH zugunsten des Callilope-Lernprogramms an hiesigen Grundschulen.

Im Bericht für den Hauptausschuss sind darüber hinaus Spenden enthalten, die städtische Einrichtungen im zweiten Halbjahr 2018 bekommen hatten und die noch nicht Thema im Gremium waren. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres kamen noch einmal rund 8000 Euro zusammen. Für die Jugendhilfe („Krefeld für Kinder“) waren es 5190 Euro, vor allem für die Jugendwerkstatt. Sie bietet Jugendlichen, die auf dem freien Arbeitsmarkt keine Möglichkeit haben, die Chance, die Schule oder den Berufseinstieg durch eine Ausbildungsvorbereitung zu schaffen.

Eine Meerbuscherin und ein Krefelder spendeten Bäume im Gesamtwert von etwas mehr als 1000 Euro, eine Düsseldorferin überließ ein koptisches Gewebe (450 Euro) dem Textilmuseum. Franz-Josef Greve ergänzte mit seiner Sachspende im Wert von 500 Euro die Sammlung der NS-Dokumentationsstelle in der Villa Merländer.