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Sprödentalkirmes: Von Adrenalinkicks und herrlichen Aussichten

Sprödentalkirmes: Von Adrenalinkicks und herrlichen Aussichten

Die Sprödentalkirmes eröffnet den Herbst in Krefeld. Die WZ hat die besten fünf Attraktionen unter die Lupe genommen und ein Ranking erstellt.

Krefeld. Wenn das Wetter kälter und regnerischer wird, die Blätter ihre Farbe wechseln und die Kirmes wieder in der Stadt ist, weiß der Krefelder: Es ist Herbst. Schon von Weitem nimmt man den süßen Duft von gebrannten Mandeln und karamellisiertem Popcorn wahr. Der Sound der knisternden Anlagen, durch die man das Gegröle der Fahrgeschäft Betreiber vernimmt, ist unvermeidbar: „Jetzt geht’s los, los, los“. Es sind die Kleinigkeiten, für die es sich immer wieder aufs Neue lohnt, einen Abstecher auf den hiesigen Rummel zu wagen. Von den traditionellen Kirmesköstlichkeiten über das Pferderennen „Kentucky Derby“, wo man sein Geschick im Rollen einer Kugel beweisen muss, um die Geschwindigkeit seines Pferdes zu bestimmen, gibt es vieles zu probieren und zu entdecken. Auch die Fahrgeschäfte haben es dieses Jahr wieder in sich:

Sprödentalkirmes: Von Adrenalinkicks und herrlichen Aussichten

Platz 5: Auf Platz fünf unseres Rankings landet „Blackout“. Der einarmige Bandit ist im Süden des Platzes beheimatet und nicht zu verfehlen, wenn man eine Runde über die Kirmes dreht. Wer einen Ritt auf dem schwingenden Arm wagt, kann sich sicher sein, dass es danach einige Minuten dauert, bis man wieder gerade laufen kann. Das Gewinde schwingt hin und her, bis es den höchstmöglichen Punkt erreicht hat, ehe die Rotation der Sitzreihen beginnt. Ein Schwindelgarant mit hohem Spaßfaktor — auch für die zahlreichen Zuschauer vor dem Gerät.

Sprödentalkirmes: Von Adrenalinkicks und herrlichen Aussichten

Platz 4: Ein Klassiker, der keine große Vorstellung benötigt, hat es auf den vierten Platz geschafft. Das „Liberty Wheel“-Riesenrad steht auch in diesem Jahr im Zentrum des Geländes und ist schon von außerhalb zu sehen. In offener oder geschlossener Kabine zieht sich das Rad langsam in die Höhe und macht gelegentliche Zwischenstopps, bei denen man einmal die Ruhe und den fantastischen Blick auf das grüne Krefeld ergattern kann. Stets ein Erlebnis, wenn man über den Dächern der Seidenstadt thront, und versucht, seinen eigenen Wohnsitz zu erspähen. Besonders schön wird das Ganze, wenn die Dunkelheit anbricht und man die Ansicht in der abendlichen Dämmerung oder die einzelnen Lichter der Nacht genießen kann.

Sprödentalkirmes: Von Adrenalinkicks und herrlichen Aussichten

Platz 3: Von der Horizontalen in die Vertikale auf Rang drei. Auch der „Schlager Express“ dreht wieder seine Runden, geht es dabei aber nicht gemächlich an. Die Raupe am Eingang an der Sprödentalstraße experimentiert mit der Zentrifugalkraft und presst ihre Insassen an den Außenrand der Sitze. Zu den lyrischen Ergüssen von deutschen Schlagerikonen wie Mickie Krause nimmt das Gefährt ordentlich Tempo auf. Wer dann glaubt, dass es bald vorbei ist, wird schnell eines Besseren belehrt. Extra Runden sind trotz großen Andranges noch garantiert.

Platz 2: Eine echte Achterbahn landet auf der zweiten Stufe des Treppchens. In der „Crazy Mouse“ spielt Rotation eine ebenso wichtige Rolle wie beim „Schlager Express“. Nur erfolgt diese völlig willkürlich, was den Reiz der Bahn ausmacht. Im schnellen Auf und Ab durch geschlängelte Kurven ist der Wagen sich selbst überlassen. Die runde Tasse dreht sich mal schnell, mal langsam und findet keinen echten Rhythmus. Ein Drehkasper ist vorprogrammiert, Spaß macht es trotzdem. Dabei sollte man aufpassen das einem die Gesichtszüge nicht entgleiten. Vor der Ziellinie gibt es noch ein Foto, das man anschließend als Erinnerung erwerben kann.

Platz 1: Ein absoluter Kirmes-Evergreen ist der „Break Dance“. Schon beim Einstieg in einen der krakenartigen Arme steigt der Puls. Spätestens, wenn die schweren Sicherheitsriemen sich senken und es kein Zurück mehr gibt, sollte man sich auf etwas gefasst machen. Das Gefährt scheucht einen nur so über die Bahn und treibt den Adrenalinpegel nach oben. Wenn die Nebelmaschinen auf Hochtouren laufen und man beim Schleudergang jedwede Orientierung verliert, ist der Höhepunkt erreicht und man fragt sich, ob man auf den zuvor genossenen Backfisch nicht hätte verzichten sollen.

Zartbesaitete sollten den Ritt auf dem Oktopus am Eingangsplatz an der Uerdingerstraße meiden und sich damit begnügen, die taumelnden Besucher beim Ausstieg zu beobachten. Für Jäger des Adrenalinkicks aber ein Muss.