Sport trifft Kultur auf Burg Linn

Sport trifft Kultur : Sport trifft Kultur auf Burg Linn

Das Fest „Crossover“ am 19. Mai deckt viele Interessen ab – und erfordert dafür kein Geld.

Das Fest „Crossover“ auf Burg Linn ist für seine zweite Auflage am 19. Mai gewachsen – und seinen beiden Prinzipien treu geblieben: Alle Angebote auf dem Gelände an der Rheinbabenstraße kosten die Besucher nichts (mit Ausnahme der Essens- und Getränkestände). Und die Macher von Burg und Stadtsportbund wollen so viele verschiedene Angebote machen, dass sie wirklich für Jedermann etwas bieten. Ein Überblick nach Zielgruppen:

Kinder Der Linner SV lädt zu einem offenen Fußball-Training neben der Burg ein und veranstaltet auf dem Platz anschließend ein Bambini-Turnier.

Das benachbarte Textilmuseum hat eine Kinderbetreuung organisiert, die mit den jungen Besuchern bastelt und dabei die neue Ausstellung „Fiber Art“ zum Thema macht.

Für die Wiese nahe dem Archäologischen Museum sind unter anderem Kinderspiele aus Afrika geplant und ein „Tower of Power“, ein Spiel, bei dem man nur durch Zusammenarbeit erfolgreich sein kann. In der Vorburg finden die jüngeren Fest-Gäste eine römische Spielemeile.

Das Kresch-Theater wird in der Burg passend zur ritterlichen Kulisse seine Interpretation von „Don Quichotte“ spielen. Die Aufführungen sind für 11 und 14 Uhr geplant.

Sportler Im Mittelpunkt des Tages stehen die verschiedenen Rennen auf der Strecke rund um die Burg. Die Möglichkeiten reichen von fünf Kilometern bis zum Ultralauf mit zehn Runden, also 50 Kilometern. Anmeldungen für die Rennen sind noch möglich, die Veranstalter hoffen auf gut 300 Starter.

Die Footballer der Ravens präsentieren ihre Sportart zum Zugucken und zum Ausprobieren. Neugierige können Bälle werfen oder eine Gegenspieler-Puppe umrennen, künftige Fans die Demonstration auf dem kleinen Lindenberg besuchen.

Der SC Bayer Uerdingen hat für die Burg einen Fitnesscheck organisiert. Dort werden auch Parkour-Sportler springen und Hindernisse auf eher unkonventionelle Weise nehmen.

Freunde der ganz alten Geschichte Auf der Vogelwiese der Burg wird ein Römerlager mit mehr als 100 Teilnehmern aufgeschlagen. In der Geschichte, die dort präsentiert wird, kommt ein Präfekt aus Rom zu einem glamourösen Besuch an den Rhein. Die Besucher lernen so verschiedene Aspekte des Militärlagers, römische Handwerker und passendes Essen kennen – ein paar Germanen haben sich auch noch angesagt.

Die Ehrenamtler des Archäologischen Museums stellen die Sammlung auf besondere Weise vor: „Römer to go“ heißen Kurzführungen, bei denen die Interessenten einen Zettel mit einem Objekt aus der Schau ziehen und genau dieses eine Objekt erläutert bekommen.

Freunde der etwas jüngeren Geschichte In der Gedenkstätte wird die Leiterin der NS-Dokumentationsstelle, Sandra Franz, mit den Besuchern die Themen Courage und Heldentum erörtern.

Auf der Museumswiese ist die Historische Feuerwehr aus Linn zu sehen und zeigt sehr anschaulich, wie Brände früher gelöscht wurden.

Kunst-Macher und -Gucker Das Archäologische Museum hat in jüngster Vergangenheit einige Male Licht-Malerei im Programm gehabt und eröffnet diese Möglichkeit zu gestalten auch am 19. Mai. Die Teilnehmer bilden Figuren mit Licht, die dank Langzeitbelichtung auf Fotos festgehalten werden. Die Besucher können sich die Bilder per E-Mail nach Hause schicken lassen.

Das Textilmuseum ist Spielstätte einer Modenschau, in der lebende Skulpturen auftreten. Studierende des Fashion-Design-Instituts aus Düsseldorf haben diese entwickelt.

Musik-Fans In der Vorburg wird es eine Bühne geben, auf der über den Tag verteilt Solokünstler und Bands spielen. Dazu zählen der Gitarrist Jannik Westerlich, das Saxophon- und Klarinetten-Quartett der Musikschule sowie „Mondo Mash Up“ und die Jazz-Swing-College-Band mit Reiner Witzel. In der Burg werden die Gitarren-Band der Musikschule, die Band „Rhythm Of Cure“ und die „Königswinterer Kellerkinder“ zu hören sein.

Virtuelle Welten Sport wird bei „Crossover“ noch auf eine zweite Weise definiert, die elektronische. Take TV veranstaltet ein Turnier mit dem Computerspiel „Fifa“ und versucht parallel dazu, Eltern die virtuellen Welten zu erläutern und mehr Verständnis für dieses Hobby zu erreichen.

Wer sein Digital-Wissen anschließend sofort praktisch vertiefen möchte, findet dazu mehrere Gelegenheiten. Die Weltenweber zeigen mit einer Virtual-Reality-Brille ihr Spiel zur Burg, Sputnik und Space Interactive stellen die „Muschkas“ vor, süße Monster, die auf ihre Umwelt reagieren. Sie verstecken sich zum Beispiel, wenn es ihnen zu laut wird.

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