Sport in Krefeld: Es geht nur gemeinsam

Kommentar : Es geht nur gemeinsam

Zukünftig auf moderne oder modernisierte Anlagen zu setzen, ist ein seit Jahren notwendiger Schritt. Dass dafür Plätze weichen müssen, ist bei der Fülle der Anlagen unabdingbar. Es kommt aber auf das Wie an.

Die Pläne zur Neustrukturierung der Sportanlagen in Krefeld sind richtig. Mit 17 Sportplätzen verfügt Krefeld über mehr Anlagen als Düsseldorf – viele Spielfelder und Gebäude befinden sich aber in einem schlechten Zustand. Zukünftig auf moderne oder modernisierte Anlagen zu setzen, ist ein seit Jahren notwendiger Schritt. Dass dafür Plätze weichen müssen, ist bei der Fülle der Anlagen unabdingbar. Es kommt aber auf das Wie an. Denn obwohl Fachschaften und Dachorganisationen wie dem Stadtsportbund in der Sportstättenkommission vertreten sind, wurde längst nicht jeder Verein vor Verkündung der Studienergebnisse über die Pläne informiert. Das schafft Misstrauen. Vereine, die seit mehr als 80 Jahren auf ihren Plätzen heimisch sind, müssen zwingend als Erstes über solche tiefgreifenden Schritte informiert werden. Ansonsten droht weiterer Frust. Der könnte in Zukunft auch anderorts auftreten, wenn im Haushalt nicht mehr Geld für die Instandhaltung der Sportplätze bereitgestellt wird. Dass es so viele marode Sportstätten in Krefeld gibt, ist vor allem die Schuld einer desaströsen Haushaltspolitik in der Vergangenheit.