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Sperrung des Platzes vor Kaiser-Wilhelm-Museum in Krefeld soll bleiben

Verkehrsberuhigt : Sperrung vor dem KWM soll bleiben

Eine knappe Mehrheit in der Bezirksvertretung Mitte spricht sich für das Beibehalten der jetzigen Situation aus. CDU fühlt sich überrumpelt.

Auf geteiltes Echo ist in der Bezirksvertretung Mitte jetzt ein mit der Mehrheit beschlossener Antrag von Grünen, SPD und Linken gestoßen, die die Verkehrssituation auf der östlichen Seite des Joseph-Beuys-Platzes dauerhaft so belassen wollen, wie sie jetzt ist. Nämlich für den motorisierten Verkehr geschlossen.

Die Sperrung würde nach Worten von Anke Drießen-Seeger (SPD) die Möglichkeit eröffnen, den Platz für attraktivere Nutzung wie beispielsweise Gastronomie zu erschließen und ihn weiter zu beleben. Negative Folgen für den Verkehrsfluss hätten sich nicht gezeigt. Carla Stomps für die CDU ebenso Anwohner, wie die als einzige im Publikumsbereich sitzenden Geschwister Höntzsch, sehen das ganz anders. Sie fühlen sich von dem jetzigen Antrag überrumpelt

Ursprünglich seien im Planungsausschuss und Rat beschlossen worden, dass diese komplette Schließung vorübergehend sein sollte und man zunächst noch ein Verkehrsgutachten abwarten wollte. Nun würden mit einer neuen Mehrheit Fakten geschaffen. Es gebe immer noch starke Suchverkehre, die nach dem Entwurf des Mobilitätskonzeptes auch künftig über Westwall, Blumenstraße und den hinteren Karlsplatz geleitet werden sollen. „Dort, wo gerade für 400 000 Euro jetzt im KWM eine schöne neue Gastronomie entstehen soll“, so Stomps. Außerdem sei der Joseph-Beuys-Platz eine Steinwüste geworden, die nicht zum Verweilen einlade. „Keiner mag und will Suchverkehre; Autos gehören in Parkhäuser und Plätze den Menschen“, kontert Karsten Ludwig (Grüne).