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Sparkassen-Geldautomat in Krefeld gesprengt: Maskierte Täter flüchten

Fahndung der Polizei : Geldautomat in Krefeld gesprengt: Maskierte Täter flüchten

Bei der Sparkasse in Krefeld-Fischeln ist ein Geldautomat gesprengt worden. Die Polizei sucht Zeugen.

Gegen 3.20 Uhr in der Nacht zu Freitag haben sich zwei Unbekannte an einem Geldautomaten der Sparkasse an der Kölner Straße in Krefeld-Fischeln zu schaffen gemacht, dann gab es eine Explosion durch die laut Angaben der Polizei viele Anwohner aus dem Schlaf gerissen wurden. Der Geldautomat war gesprengt worden.

Nach der Tat sollen zwei Maskierte zu einem Komplizen in eine schwarze Limousine gestiegen sein, möglicherweise könnte es sich dabei nach den Angaben um einen Audi A6 mit Duisburger Kennzeichen gehandelt haben. Ein Zeuge habe angegeben, „DU-PL“ auf dem Kennzeichen gesehen zu haben. Das Trio sei anschließend „mit hoher Geschwindigkeit“ in Richtung A44 gefahren.

Noch sei unklar, was die Täter zur Sprengung genutzt haben. Unbekannt sei auch, ob Bargeld entwendet wurde. Es sei Sachschaden in noch unbekannter Höhe entstanden. Das Gebäude der Sparkasse sei nicht beschädigt worden. Für Hinweise wenden Sie sich bitte an die Polizei Krefeld unter der Rufnummer 02151 / 634-0 oder per E-Mail an hinweise.krefeld@polizei.nrw.de.

Landeskriminalamt überprüft Fälle von Geldautomatensprengungen

 Die Wucht der Explosion hat laut Angaben der Polizei mehrere Anwohner aus dem Schlaf gerissen.
Die Wucht der Explosion hat laut Angaben der Polizei mehrere Anwohner aus dem Schlaf gerissen. Foto: Polizei Krefeld

Ebenfalls in der Nacht zu Freitag ist ein Geldautomat in Hagen gesprengt worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten geben könnte oder ob hinter den Sprengungen die berüchtigte „Audi-Bande“ stecken könnte, werde beim Landeskriminalamt geprüft, erklärte eine Sprecherin der Polizei in Krefeld. Die Ermittlungskommission „Heat“ führe die Fälle der Geldautomatensprenger zusammen und prüfe Hinweise auf Überschneidungen und Spuren, die zur Bande aus den Niederlanden führen könnte.

In Hagen war es zu dramatischen Szenen gekommen: Offenbar hatte ein 62 Jahre alter Autofahrer auf eigene Faust versucht, die Gangster zu stoppen. Mit seinem Wagen rammte er frontal die wartende Fluchtlimousine. Einer der mutmaßlichen Täter raste mit dem schwer beschädigten Wagen davon, zwei weitere türmten zu Fuß und konnten zunächst trotz Hubschraubereinsatz entkommen.

Streifenwagen nahmen die Verfolgung des Fluchtwagens auf und am Autobahnkreuz Wuppertal-Nord kam es dabei erneut zu einer Kollision, die die Flucht diesmal beendete. Ein 34-jähriger Niederländer sei festgenommen worden, berichtete ein Polizeisprecher. Ein Audi samt Beute und Chemikalien wurden sichergestellt. Der Streifenwagen und das Fluchtauto wurden abgeschleppt.

(pasch/dpa)