Corona-Pandemie So wollen die Stadtwerke Krefeld den Andrang zum Schulstart auffangen

Krefeld · Die Stadtwerke Krefeld wollen den Andrang von Schülern frühzeitig auffangen. Aufsichtspersonal am Bahnhof und an der Rheinstraße soll die Schülerströme beobachten. Ersatzbusse stehen bereit.

 Bis zu zehn Gelenkbusse werden am Hauptbahnhof als Ersatzbusse abgestellt, um sofort Ballungen von Schülergruppen in öffentlichen Verkehrsmitteln zu unterbinden.

Bis zu zehn Gelenkbusse werden am Hauptbahnhof als Ersatzbusse abgestellt, um sofort Ballungen von Schülergruppen in öffentlichen Verkehrsmitteln zu unterbinden.

Foto: Bischof, Andreas (abi)

Auf „Zuruf“ durch Verkehrsmeister wollen die SWK mögliche Spitzen im Personennahverkehr zum Schulstart während der Corona-Krise in den Griff bekommen. Hintergrund: 3400 Schüler müssen, 2000 weitere (Abiturienten) können ab Donnerstag zur Schule gehen.

Wie viele Schüler davon mit Bussen und Bahnen fahren, kann derzeit nur aufgrund einer Prognose anhand von Schokotickets eingegrenzt werden. Im „Worst-Case“ seien es 1300. Eine zeitliche Entzerrung des Schulbeginns zwischen 8 und 12 Uhr an den „Hot Spots“ (Kaufmannsschule, Vera Beckers, Horkesgath) und in Uerdingen (Gesamtschule, Berufsschule, Fabritianum, Gymnasium am Stadtpark) sei mit den Schulleitern besprochen worden.

Die Stadtwerke halten zwar in dieser Woche noch am Samstagsfahrplan fest. Straßenbahnen sollen aber ab sechs Uhr morgens wieder im Viertelstundentakt fahren. Ab nächster Woche soll der Fahrplan für schulfreie Tage mit weiteren Verstärkungen gelten. Um mögliche Spitzen zusätzlich abzufangen, soll zwischen 7.30 und 10 Uhr Aufsichtspersonal am Bahnhof und an der Rheinstraße die Schülerströme beobachten. „Wir werden den Verkehr auf Zuruf regeln“, sagt SWK-Geschäftsführer Guido Stilling. Die Verkehrsmeister sollen dafür sorgen, dass die Fahrzeuge nicht zu voll werden und bei Bedarf Reservebusse anfordern. Bis zu zehn Gelenkbusse stünden dafür bereit. „Wir bitten unsere Fahrgäste außerdem darum, Mund- und Nasenschutz zu tragen.“ Ab nächste Woche soll es einen entsprechenden Schutz aus Baumwolle für zwei Euro im Kundencenter geben.

OB Frank Meyer spricht sich derweil für eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht aus. „Ich denke, dass es vernünftig ist, so etwas landeseinheitlich zu regeln. Aber ich hielte es für eine kluge Überlegung, das zu tun“