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So hat eine Krefelderin das Unwetter auf Mallorca erlebt

Mallorca-Unwetter : „Glück im Unglück“ - So hat eine Krefelderin das Unwetter auf Mallorca erlebt

Als ein Unwetter die Urlaubsinsel am Dienstag traf, war Sylvia Paschold nur wenige Kilometer entfernt. So erlebte die Krefelderin den Platzregen und seine Folgen.

Wassermassen bahnen sich ihren Weg mitten durch Ortschaften, reißen Autos mit und verwandeln Straßen in Flüsse - den Osten der beliebten Urlaubsinsel Mallorca haben am Dienstag heftige Unwetter getroffen. „Es hat wahnsinnig geregnet, es gab unheimlich viel Gewitter mit Blitz und Donner. Der Strom fiel aus“, sagt Sylvia Paschold am Tag nach den Unwettern. Die Krefelderin war erst am Montag für einen Kurzurlaub auf die Insel geflogen. Am Dienstagnachmittag sei es losgegangen. Gerade lag die 62-Jährige noch gemütlich am Pool ihrer Ferienwohnung, plötzlich seien düstere Wolken aufgezogen. Und der Himmel habe seine Pforten geöffnet. Elektrogeräte und Licht seien immer wieder ausgefallen. Die Dunkelheit sei ständig von Blitzen unterbrochen worden. Auch fließendes Wasser habe es nicht mehr gegeben.

Aus den Medien
erfuhr sie von Todesopfern

Am Mittwochmorgen erfährt Sylvia Paschold aus den Medien vor Ort, dass mehrere Menschen ums Leben gekommen sind. Die Zahl der Opfer wird immer wieder nach oben korrigiert. Hunderte Einsatzkräfte suchen nach vielen Vermissten.

Unter den Todesopfern sind nach Angaben eines TV-Senders auch zwei britische Urlauber, die im Taxi von den Fluten überrascht wurden. Innerhalb von nur zwei Stunden stürzten im Osten der Insel nach offiziellen Angaben rund 220 Liter Wasser vom Himmel. Besonders hart getroffen hat es die Gemeinde Sant Llorenç des Cardasser.„Ich hatte Glück im Unglück“, sagt Sylvia Paschold.

Das habe zwei Gründe: Obwohl ihr Ferienort Ses Salines nur rund 40 Kilometer von der besonders betroffenen Region entfernt liegt, sei das Unwetter in der Region noch glimpflich abgelaufen. Nur einige Geschäfte der 4000-Einwohner-Gemeinde haben am Morgen noch Probleme mit der Stromversorgung, habe sie mitbekommen. Und: „Da ich meinen Führerschein zu Hause vergessen hatte, konnte ich mir am Montag keinen Mietwagen nehmen - sonst wäre ich vielleicht auch im Unwetter unterwegs gewesen“, sagt sie. Am Abend wolle sie sich mit befreundeten Bewohnern der Insel aus Deutschland treffen. Auch sie hätten Glück gehabt.

(pasch)