Siemens Mobility mit Krefelder Werk auf Erfolgskurs

Bilanz : Siemens Mobility ist mit Krefelder Werk auf Erfolgskurs

Die Konzernleitung sieht „nötige Geschwindigkeit“ für erfolgreiche Geschäfte. Die Bilanz für 2019 ist positiv. Große Auftragseingänge gibt es auch schon Anfang 2020.

Die Siemens-Mobility-Sparte, zu der auch der Standort in Krefeld gehört, soll in Zukunft zu einer der drei Branchen gehören, auf die sich das Unternehmen fokussieren will. Mobility wird mit Digital Industries und Smart Infrastructure zum sogenannten „Industriellen Siemens“ gehören. Mit den beiden weiteren Unternehmen, in die Siemens gegliedert wird – sprich: Siemens Healthineers und Siemens Energy – habe der Industrielle Kern mit dem Mobility-Bereich die „nötige Geschwindigkeit – aber auch Größe –, um in ihrem spezifischen Markt erfolgreich zu sein“, bilanzierte der Aufsichtsrat zuletzt bei der Präsentation der Geschäftszahlen für 2019. Die Mobility-Sparte legte sogar einen prozentual zweistelligen Anstieg beim Auftragseingang vor. Mit plus 17 Prozent kam dieser Konzernbereich auf 12,89 Milliarden Euro (im gesamten Konzern waren es plus sieben Prozent mit einem Gesamtjahresergebnis von 98 Milliarden Euro). Die Mobility-Umsatzerlöse summierten sich 2019 auf 8,9 Milliarden Euro (plus ein Prozent), der bereinigte Gewinn liegt bei 983 Millionen Euro.

Es seien erneut „bedeutende Aufträge“ gewonnen worden, hieß es bei der Bilanzpräsentation, darunter der für die neue Generation von Zügen für die London Tube und für Velaro-RUS-Hochgeschwindigkeitszüge einschließlich Service in Russland. Mobility habe auch damit den höchsten Auftragseingang seiner Geschichte verzeichnet.

Die Auftragshöhe für die U-Bahnen in Großbritannien liegt bei 1,6 Milliarden Euro, für den russischen Auftrag bei 1,2 Milliarden Euro. Ein weiterer Auftrag für dieselelektrische Lokomotiven einschließlich Service-Vertrag kam aus Kanada (0,7 Milliarden Euro).

Gerade erst hatte Siemens weitere Aufträge öffentlich gemacht. Elf neue Desiro-ML-Züge sollen für die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) gebaut werden, und zwar in Zusammenarbeit des Siemens-Mobility-Werks in Krefeld mit der ÖBB Technische Service GmbH in Wien-Jedlersdorf.

Ab Ende 2021 werden insgesamt 200 dieser Züge von Siemens für die ÖBB auf die Schiene gegangen sein. Nahverkehrs-Pendler finden darin Ausstattungen wie sie oft nur aus Fernverkehrszügen bekannt sind: zum Beispiel WLAN, Klimaanlagen, Steckdosen und Tische bei gegenüberliegenden Sitzgruppen. ok