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Schwieriger Abschied aus Berufsleben

Bildung : Schwieriger Abschied aus Berufsleben

Die Hülser Rektorin Regina Lingel-Moses ging zu Corona-Zeiten in den Ruhestand

Regina Lingel-Moses, die Rektorin der Robert-Jungk-Gesamtschule, ist im Ruhestand. Sie blickt mit Freude und Stolz an die, wie sie sagt, „wunderschöne Zeit“ zurück. Unter ihrer Leitung haben sich die Schulstandorte in Hüls und Kerken zur größten Krefelder Schule zusammengeschlossen. Auch der Oberstufen-Neubau hat in den acht Jahren ihres Wirkens Fahrt aufgenommen und wird voraussichtlich Ostern fertig.

Die 65-Jährige, die genau an ihrem Geburtstag in den Ruhestand ging, hat sich mit Herzblut engagiert. „Wir haben sehr viel bewegt. Es war schön zu sehen, wie die Schule wächst und gedeiht“, zieht sie ihr Fazit. Drei Ziele hat Regina Lingel-Moses stets für ihre Arbeit formuliert: „Die Schüler sollen sich wohl fühlen, individuell gefördert werden und einen bestmöglichen Schulabschluss machen.“

Sie habe sich ihre letzte Zeit im Berufsleben anders vorgestellt

Sie hat die letzte Zeit ihres Berufslebens ohne direkten Kontakt zu ihren Schülern verbracht. „Wir haben auf Distanz gelernt, es ist eine große Herausforderung. Die Routine bricht weg“, berichtet sie. „Eine Schule ohne Schüler ist gespenstig. Unsere beantragten Laptops sind auch noch nicht ausgeliefert worden. Glücklicherweise haben unsere engagierten Eltern ihren Kindern ein Endgerät zur Verfügung gestellt.“

Sie habe sich ihre letzte Zeit anders vorgestellt, berichtet sie. Dank des guten Hygienekonzeptes sei alles gut gegangen. „Auch die Abiturientin, die im Krankenhaus wegen Corona beatmet werden musste, ist wieder genesen.“ Corona sei die größte Sorge. „Man überlegt ständig, was man tun kann.“ Zurück zum Thema Wachsen: „Als die Hauptschule in Kerken auslief, haben wir mit den Schulkonferenzen beschlossen, sie als dreizügige Dependance unserer vierzügigen Gesamtschule am Reepenweg weiterzuführen. Die Kinder aus Kerken und Umgebung können dort also wohnortnah bis zum Ende der Sekundarstufe I lernen. Ihre Ausbildung in der gymnasialen Oberstufe setzen sie dann am Hülser Standort fort.“

Damit auch alle, die ihr Abitur wollen, Platz haben, wird derzeit ein Neubau erstellt. Rund 2600 Quadratmeter kommen hinzu. Die Investition hierfür beträgt etwas mehr als neun Millionen Euro.

Eine Schule, zwei Standorte, alle Abschlüsse, hieß es ab 2014 für heute 1306 Schüler und 107 Lehrer. Zwölf neue Klassen und drei Kunsträume entstehen. Mit dem Schwerpunkt Kunst, dem zusätzlichen Sprachenangebot von Französisch, Spanisch und Latein und der Inklusion ist die Schule gut unterwegs. „Damit die bestehenden Gebäude auch schöner daherkommen, werden sie nach und nach saniert“, berichtet Lingel-Moses. „Der triste graue Eingangsbereich verwandelt sich ebenso in eine grüne Insel wie Bereiche des bestehenden Geländes. Die Bäume bleiben erhalten und bekommen umlaufende Sitzbänke, die zum Verweilen einladen.“ Die frühere Schulleiterin freut sich jetzt schon auf die Einweihungsfeier, zu der sie sicherlich kommen wird.