Schwertstraße: Geisterfahrer im Fünf-Minuten-Takt

Schwertstraße: Geisterfahrer im Fünf-Minuten-Takt

Nachdem die Einbahnregelung gedreht worden ist, kommt es häufig zu gefährlichen Situationen, sagt die CDU.

Krefeld. Die CDU-Bezirksfraktion schlägt Alarm: Knapp vier Monate, nachdem die Einbahnregelung der Schwertstraße zwischen Ostwall und Albrechtplatz gedreht worden ist, kommt es nach Angaben von Fraktionsvorsitzendem Werner Gottschalk ein gutes dutzend Mal pro Stunde zu gefährlichen Situationen: Demnach "fahren nahezu alle fünf Minuten Falschfahrer in die Schwertstraße".

Ein Grund ist, dass die neue Regelung noch nicht bekannt ist und Autofahrer "im alten Trott" abbiegen und nicht auf die Schilder achten.

Laut Gottschalk erwecke die Ampel für Fahrradfahrer an der Ecke Ostwall von weitem den Eindruck einer normalen Ampel. "Die Falschfahrer fahren dann immer bei Rot über die Ampel, da sie entdecken, dass sie sich in einer Einbahnstraße befinden und Angst haben, dass sie bei Grün mit den entgegenkommenden Fahrzeugen kollidieren."

Ein weiterer Grund für die auswärtigen Geisterfahrer: In Navigationsgeräten gilt noch die alte Verkehrsführung. Die Verkehrsschilder werden dann von vielen Fahrern einfach ignoriert.

Gottschalk bemängelt in seiner Darstellung der Situation an die Bezirksvertretung auch, dass die Schwertstraße nun eine regelrechte Rennstrecke sei: Nach Abbau des Bauzauns Ecke Luisenstraße sei der Blick bis zur Philadelphiastraße frei und verleite dazu, Gas zu geben. Dabei erinnert der CDU-Politiker daran, dass sich hinter der Ecke Luisenstraße ein großer Kinderspielplatz befindet.

Ein weiterer Knackpunkt, der sich laut Gottschalk ergeben hat: "Am Südwall/Ecke Ostwall ist nicht ausgeschildert, dass die rechte Spur nur für Rechtsabbieger ist." Erst kurz vor der Ampel befinde sich ein Pfeil als Markierung auf der Straße.

Ähnliches gelte für die linke Spur; da die Schwertstraße versetzt ist, führe dies zu Irritationen bei Autofahrern. Zudem weise vom Ostwall Richtung Hauptbahnhof fahrend ein Schild darauf hin, dass man nur geradeaus fahren dürfe. "Aber hinter dem Kreisel kann man wieder links abbiegen", so Gottschalk - das aber sei nicht ausgeschildert.

Für die Sitzung der Bezirksvertretung Mitte am 8. Dezember hat die CDU eine Prüfung der Situation und Maßnahmen angemahnt, die die Verkehrssicherheit wieder herstellen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung