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Verbrecehen: Schüsse am Krefelder Krüllsdyk bleiben mysteriös

Verbrecehen : Schüsse am Krefelder Krüllsdyk bleiben mysteriös

Ein 30-Jähriger verschafft sich gewaltsam Zutritt zu seiner Wohnung und feuert auf eine Frau und einen Mann. Die beiden flüchten.

Krefeld. Reinhard Janssen hat sich gerade auf die Terrasse hinter seinem Haus am Michelsdyk zurückgezogen, als ihn gegen 20.50 Uhr vier Knallgeräusche aufschrecken lassen. „Es hat sich angehört wie Schüsse, die in unmittelbarer Nähe abgegeben wurden“, berichtet er der WZ. Reinhard Janssen blickt von seinem Grundstück aus auf ein gegenüberliegendes Mehrfamilienhaus an der Ecke Krüllsdyk/Michelsdyk. „Dann sah ich zwei Personen, die dort aus einem Fenster sprangen“, erzählt er weiter.

Verbrecehen: Schüsse am Krefelder Krüllsdyk bleiben mysteriös

Kurz darauf benachrichtigt Janssen die Polizei und begibt sich zu dem Wohnhaus, aus dem er die Schüsse vernommen hat. Dort sei dann ein Mann auf ihn zugekommen, den er mit den Worten beruhigt habe, die Polizei sei auf dem Weg. Kurze Zeit später treffen mehrere Streifenwagen ein.

Vor Ort suchen die Beamten den Bereich rund um die Wohnung nach den beiden Geflüchteten und der möglichen Tatwaffe ab. Doch weder von dem Mann und der Frau, die aus dem Fenster der Wohnung gesprungen waren, noch die Waffe, mit der geschossen wurde, wird von den Einsatzkräften vor Ort gefunden. Ein 30-jähriger Mann wird von der Polizei mit auf die Wache genommen. Laut Polizei soll es sich um den Wohnungsinhaber handeln. Er soll es auch gewesen sein, der die Schüsse abgegeben hat.

Bei der Waffe handelt es sich nach Polizeiangaben um eine Schreckschusspistole. Ob jemand durch die Schüsse verletzt wurde, will die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung nicht mitteilen. Dafür berichtet Oberstaatsanwalt Axel Stahl, dass nach aktuellem Ermittlungsstand keine Verletzungen bekannt seien.

Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar. Auch weil sich die beiden Geflüchteten noch nicht bei der Polizei gemeldet haben. Die Ermittler wissen demnach bislang nur, dass sich der 30-Jährige am Sonntagabend gewaltsam Zutritt zu seiner Wohnung verschafft hat. Dabei soll er mit der Faust seine eigene Wohnungstür aufgeschlagen haben.

In der Wohnung sollen sich eine Frau und ein Mann befunden haben, auf die der Wohnungsinhaber laut Polizei nach dem Eindringen in die Wohnräume mit einer Schreckschusspistole geschossen haben soll.

Daraufhin sollen die beiden Unbekannten durch das Fenster geflohen sein. Laut Polizei habe der 30-Jährige noch kurz die Verfolgung der beiden aufgenommen, sei aber kurze Zeit später wieder in seine Wohnung zurückgekehrt.

Die eingetroffenen Polizisten hätten den Mann daraufhin mit zur Wache genommen. „Das Motiv für die Tat dürfte im persönlichen Bereich liegen“, erklären die Beamten. Wie genau die drei an diesem Vorfall Beteiligten zueinanderstehen, bleibt unklar, weil die Ordnungshüter keine weiteren Angaben zu dem Fall machen wollen. Die Polizisten vor Ort fanden in der Wohnung des 30-Jährigen geringe Mengen Drogen.

Den 30-jährigen Tatverdächtigen erwartet laut Polizei ein Strafverfahren.