TBC: Schüler offenbar an Tuberkulose erkrankt

TBC : Schüler offenbar an Tuberkulose erkrankt

Gesundheitsamt hat jetzt Eltern informiert. Mitschüler und Lehrer sollen sich testen lassen.

Krefeld. Große Sorge bei Eltern, deren Kinder die Förderschule am Uerdinger Rundweg besuchen: Dort gibt es einen „hochgradigen Verdachtsfall“ auf Tuberkulose (TBC), das bestätigt die Stadt auf Anfrage der WZ. Die Mutter eines Schülers, der gemeinsam mit dem erkrankten Schüler die achte Klasse der Förderschule besucht, hatte in der Redaktion angerufen. Bereits am Dienstag habe das Gesundheitsamt zu einer Infoveranstaltung in die Schule geladen. „Da beruhigte man uns, es sei nicht so schlimm“, erzählt die besorgte Mutter, „aber bei allem, was man liest, ist Tuberkulose eine schwere Krankheit.“

Der Achtklässler der Schule am Uerdinger Rundweg sei bereits im Dezember erkrankt und habe die Schule seitdem nicht mehr besucht, heißt es von der Stadt. „Der Verdacht einer Tuberkulose wurde am 24. Februar durch die behandelnde Klinik erstmals an den städtischen Fachbereich Gesundheit gemeldet und durch eine weitere Untersuchung am 1. März erhärtet.“ Eine endgültige Bestätigung der Diagnose werde es erst Mitte April geben.

Information vom Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt habe die Schule am 1. März über die Erkrankung des Jungen informiert. Eine Woche darauf gab es ein Infotreffen für die Eltern der 15 Klassenkameraden und das Lehrpersonal der Schule. „Die Kontaktpersonen werden durch das Gesundheitsamt im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes betreut“, heißt es von der Stadt, die Mutter des Mitschülers erklärt: „Kinder und Lehrer dieser Klasse müssen sich jetzt auf Tuberkulose testen und ihre Lungen röntgen lassen.“

Die Stadt weist darauf hin, dass es aktuell keinen Grund zur Panik gebe, da die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung „sehr, sehr gering“ sei.

Bei der Infektionskrankheit TBC erfolgt die Ansteckung von Mensch zu Mensch, in der Regel als Tröpfcheninfektion, wobei in erster Linie die Lunge infiziert wird. An offener Tuberkulose Erkrankte geben beim Sprechen, Husten und Niesen feinste Tröpfchen ab, die TBC-Bakterien enthalten und beim Einatmen die Atemwege anderer Menschen infizieren können. „Dazu bedarf es jedoch in der Regel eines engen und über längere Zeit andauernden Kontaktes“, erklärt das Gesundheitsamt. Nach einer Ansteckung erkrankten 90 bis 95 Prozent der Menschen nicht, weil ihre körpereigene Abwehr die Erreger abtötet.

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