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Schlechte Zahlen für Krefeld

Weniger Arbeitslose : Arbeitsmarkt: Lichtblicke trotz Corona

Erstmals seit Beginn der Pandemie gibt es auf dem Arbeitsmarkt in der Region wieder Lichtblicke: Im September ging die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung in Krefeld und im Kreis Viersen auf 24 374 zurück.

Im Vergleich zum Vormonat waren damit 689 Menschen weniger ohne Beschäftigung. Die Quote fiel um 0,2 Punkte auf 8,6 Prozent.

Das Gefälle im Bezirk der Krefelder Arbeitsagentur bleibt allerdings groß: Während im Kreis Viersen im September 10 269 Menschen arbeitslos waren und die Quote dort auf 6,3 Prozent zurückging, sind in der Stadt Krefeld 14 105 Personen ohne Beschäftigung. Das entspricht einer Quote von 11,5 Prozent.

Der Vergleich mit NRW und Deutschland insgesamt zeigt im September einmal mehr, wie schlecht es um den Krefelder Arbeitsmarkt bestellt ist. In NRW sind rund 774 000 Personen ohne Arbeit. Die Quote beträgt 7,9 Prozent. Bundesweit waren knapp 2,85 Millionen Menschen als beschäftigungslos gemeldet, was zu einer Quote von 6,2 führt. Die Lage im Kreis Viersen entspricht also etwa der Situation bundesweit, während Krefeld deutlich schlechter abschneidet. Die Quote ist fast so hoch wie in den großen Städten im Ruhrgebiet.

Keine Erholung für Gastronomie und weite Teile des Handels

„Natürlich sind die Zahlen höher als im Vorjahr, doch gerade in den aktuellen Zeiten ist diese Trendumkehr erfreulich“, sagte Bettina Rademacher-Bensing, Chefin der Agentur für Arbeit Krefeld. „Vor allem das Instrument der Kurzarbeit verhindert ein größeres Anwachsen der Zahl der Arbeitslosen. Desweiteren steigt die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen weiter kontinuierlich an, die Nachfrage bei den Arbeitgebern ist also da.“

Im September meldeten 49 Firmen Kurzarbeit an. Betroffen waren davon 448 Menschen. Im Frühjahr lagen die Zahlen erheblich höher: etwa 25 000 Beschäftigte mussten im April kurzarbeiten, im Mai waren es sogar 28 000.

Während die Wirtschaft insgesamt wieder Tritt gefasst hat, gibt es einzelne Bereiche, die sich von der Corona-Krise noch längst nicht erholt haben. Zu nennen sind vor allem die Gastronomie und der Handel (ohne Lebensmittel) sowie die sehr kleinteilige Veranstaltungsszene.