Rumänisch-Griechisch-Katholische-Gemeinde zieht um

Kirche in Krefeld : Kapelle für Gemeinde gefunden

Lange waren die Gläubigen auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Im Kinderheim Marianum sind sie nun fündig geworden. Einweihung am 11. November.

Die Rumänisch-Griechisch-Katholische-Gemeinde hat nach langer Suche endlich eine Bleibe gefunden, die für ihre Mitglieder zentral ist. Die Verantwortlichen des Kinderheims Marianum haben sich bereit erklärt die hauseigene Kapelle sonntags der Gemeinde zur Verfügung zu stellen.

„Wir freuen uns, dass wir der Gemeinde helfen können“, sagt Harald Dahlke, Geschäftsführer des Marianums an der Hubertusstraße 226. „Wir nutzen die Kapelle für Gottesdienste der Kita-Kinder, der Mitarbeiter und zu den hohen kirchlichen Feiertagen. Deshalb haben wir Kapazitäten frei.“ Bisher hatte die Rumänisch-Griechisch-Katholische Gemeinde zwei Jahre lang die Kirche St. Maria Himmelfahrt in Linn genutzt. Doch sie liegt für die Gläubigen aus Krefeld und der Region zu weit außerhalb. Den Kontakt hat dann Pfarrer Heiner Schmitz von der Katholischen Kirchengemeinde Papst Johannes XXIII. hergestellt, der auch einen Sitz im Kuratorium des Marianums innehat.

Nach einem kurzen Treffen vor Ort war den Beteiligen klar, dass die Kapelle mit ihren 100 Plätzen für die neue Nutzung wie geschaffen ist. Don Vasile Sebastian Zaverjinschi, Pfarrer der Gemeinde, erklärt: „Die Lage und Größe sind perfekt für die überwiegend im Zentrum von Krefeld wohnenden Besucher unserer Gottesdienste.“ Schmitz ergänzt: „Es ist gut zu sehen, dass die Kapelle zukünftig häufiger für Gottesdienste genutzt wird.“

Eine Feier ist für den
11. November angedacht

Jetzt hängen in dem lichtdurchfluteten Kirchenraum in der ersten Etage Ikonen von den zwölf Aposteln neben dem Kinderkreuzweg und weitere leuchtende Ikonen neben dem großen Holzkreuz. Don Vasile Sebastian Zaverjinschi lädt nun alle Gläubigen ein, am Sonntag, 11. November, 10 Uhr, zum Fest des Gemeindepatrons, am Gottesdienst teilzunehmen und die neue Stätte für die Gemeinde zu feiern.

Ab 12 Uhr findet ein gemeinsames Essen in der Aula des Hauses statt. Auch dazu sind alle eingeladen. „Zur Eucharistiefeier wird Generalvikar Ioan Irineu Farcas aus München erwartet.“

Doch damit ist der Einsatz der Verantwortlichen des Kinderheims Marianum noch nicht zu Ende. Sie wollen ihre Quartiersarbeit aktiver betreiben und sich stärker für die Belange der Menschen in ihrer Umgebung einsetzen. So steht neben der gemeinsamen Nutzung der Kapelle das Spielangebot auf dem Gelände weiterhin allen Kindern offen. Ebenso ist es mit der Aula für Informationsveranstaltungen, Sitzungen, Feiern und Schulungen der Menschen und Einrichtungen rund um die Hubertusstraße herum. Auch werden Räume zu Therapiezwecken zur Verfügung gestellt.

In der jüngsten Vergangenheit wurde der Sportplatz komplett erneuert (WZ berichtete). Und was die Kitas angeht: „Die Katholische Armenverwaltung als Träger des Marianums, betrieb bisher zwei Kitas an zwei Orten“, berichtet Dahlke. „Diese beiden Einrichtungen wurden in diesem Jahr am Standort Nordstraße 119 zusammenlegt, die dafür umgebaut wurde.“ Die Anzahl der Kinder sei geblieben, das bewährte Team der Erzieherinnen auch.

Mehr von Westdeutsche Zeitung