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Richtig reagieren wenn’s brennt

Richtig reagieren wenn’s brennt

Rauchmelder können Leben retten. Aber welches Verhalten ist angesagt, wenn Feuer ausbricht? Und was braucht man dazu? Die Werkfeuerwehr des Chemieparks hat am Tag des Rauchmelders Tipps gegeben.

Uerdingen. Jeden Tag kommt ein Mensch bei einem Brand uns Leben — die meisten durch eine Rauchvergiftung. Das gibt der Deutsche Feuerwehrverband in seiner Feuerwehr-Statistik bekannt. Dabei könnten solche Fälle teilweise verhindert werden.

Wie das geht, welche Apparaturen hilfreich sind und wie sich Betroffene am besten verhalten, hat die Werkfeuerwehr des Chemieparks Bürgern am Tag des Rauchmelders auf dem Uerdinger Marktplatz erklärt.

In keinem Haushalt dürfen sie fehlen: Rauchmelder. Seit dem 1. Januar gilt eine Installationspflicht. Denn sie können im Brandfall wahre Lebensretter sein. Allerdings wissen viele Leute nicht, wie sie mit ihrem Rauchmelder umgehen sollen. „Wo die Rauchmelder platziert sind, ist sehr wichtig“, erklärt Lutz Bartelniewöhner, Leiter der Werkfeuerwehr. „Man braucht mindestens einen in jedem Schlaf- und Kinderzimmer. Zudem muss man einen Rauchmelder im Flur installieren, dieser ermöglicht einem dann zu wissen, ob man den Fluchtweg noch benutzen kann oder nicht.“

Das nicht nur die bloße Installation der Rauchmelder, sondern auch eine regelmäßige Funktionskontrolle wichtig ist, daran erinnert die Initiative „Rauchmelder retten Leben“. Zudem sind Eigentümer verpflichtet, die von ihnen oder durch Dritte installierten Geräte mindestens einmal jährlich auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen.

„Jeder sollte sich einen Feuerlöscher, mit Schaum oder Wasser, anschaffen“, empfiehlt Bartelniewöhner. Denn im Notfall können damit kleinere Brände gelöscht werden. Allerdings ist bei einem Einsatz eines Feuerlöschers das brennende Material das Hauptkriterium. Schließlich gibt es für unterschiedliche Materialien auch unterschiedliche Feuerlöscher. Für den Wohnbereich eigenen sich aber am besten Schaumlöscher.

„Ein Brand ist eine Stresssituation und viele sind nicht in der Lage, konzentriert damit umzugehen.“ Insofern ist es umso wichtiger, die Regeln für einen Brandfall zu verinnerlichen, erklärt der Experte. Falls ein Brand im Zimmer oder Wohnung ausgebrochen ist, sollte man die Räume umgehend verlassen. Dabei sollten Betroffene darauf achten, die Tür hinter sich zu schließen, damit der Rauch sich nicht schnell ausbreiten kann. Danach wählt man die Notrufnummer der Feuerwehr, 112.

Doch viele Menschen seien zögerlich. „Die Leute, die tatsächlich Hilfe brauchen, trauen sich oft nicht, die Feuerwehr zu alarmieren“, sagt Sven Kolbe, Brandinspektor bei Currenta. Die Angst vor den Kosten sei zu hoch. Dabei rät die Feuerwehr Krefeld stets die 112 zu wählen. „Wenn beim Nachbarn ein Rauchwarnmelder ausgelöst wird und die Ursache der Auslösung nicht ermittelt werden kann, ist ein Anruf bei der Feuerwehr immer die richtige Wahl. Wenn sich am Ende herausstellt, dass es eine Fehlauslösung war, braucht man nicht zu befürchten, von der Feuerwehr eine Rechnung für den Einsatz zu bekommen. Diese Einsätze sind weder für den Anrufer, noch für den Mieter kostenpflichtig“, erklärt Feuerwehrsprecher Kai Günther.