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Rheinhochwasser in NRW: Das ist die Prognose für Krefeld

Steigende Rheinpegel in NRW : Das ist die Hochwasser-Prognose für Krefeld

Der Pegel des Rheins steigt im Moment kontinuierlich. In Köln und Düsseldorf stehen erste Uferbereiche unter Wasser. Wie die Prognose für Krefeld aussieht? Ein Überblick.

„Krefeld ist völlig safe“, sagt Jürgen Pannenbecker vom Kommunalbetrieb Krefeld auf WZ-Anfrage am Dienstag. Trotz des für diese Jahreszeit typischen Hochwassers ist die Situation in Uerdingen offenbar noch entspannt: Der Pegel ist am Vormittag des 2. Februars um circa einen Zentimeter gestiegen. Für die nächsten zwei Tage wird nach Angaben des Landes Rheinland-Pfalz, das die Pegelstände veröffentlicht, zwischen Düsseldorf und Duisburg-Ruhrort ein Anstieg um circa 40 Zentimeter erwartet. In Krefeld-Uerdingen läge der Pegel dann etwa bei neun Metern, schätzt Pannenbecker.

Das sei aber unerheblich: Auch die Feuerwehr verzeichnet bislang keine hochwasserbedingten Einsätze. Das liegt unter anderem daran, dass das Rheintor, das als sensibelste Stelle in Krefeld gilt, schon vor Weihnachten geschlossen wurde, um auf einen „sprunghaften Anstieg“ des Rheins vorbereitet zu sein, erklärt Pannenbecker.

Der Rhein erreicht aktuell die Kante „Untere Werft“ (das dem Deich vorgelagerte Stück) und könnte in den nächsten Tagen dort über das Ufer gehen. „Fußgängerwege werden dann entsprechend abgesperrt“, heißt es vom Kommunalbetrieb.

Schifffahrt ab Mittwoch in Köln eingeschränkt

Die Kölner Hochwasserschutzzentrale rechnete am Dienstag damit, dass der Pegel Köln am Mittwochvormittag oder -mittag den Wert 8,30 Meter erreichen wird, ab dem keine Schiffe mehr auf dem Rhein fahren dürfen. Die Höhe unter den Rheinbrücken wird dann zu gering. Mit dem Verbot soll auch vermieden werden, dass Deiche durch die von den Schiffen verursachten Wellen beschädigt werden.

Rheinabwärts in Duisburg ist das Erreichen dieser Marke derweil nicht in Sicht. Das Landesumweltamt rechnete am Pegel Duisburg-Ruhrort für Samstag mit einem Höchststand zwischen 9,60 und 9,90 Metern. Die Hochwassermarke II liegt dort bei 11,30 Metern. In Köln sagten die Experten für Freitag einen Höchststand zwischen 8,40 und 8,70 Metern voraus.

Der Pegelstand wird anschließend eine Zeit lang auf hohem Niveau bleiben. Jan Böhme vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein in Duisburg sprach am Dienstag von einem „langgezogenen Scheitel“, der sich drei bis vier Tage halten könne. Das aktuelle Hochwasser nannte er „überhaupt nicht ungewöhnlich“. Statistisch gesehen trete es in dieser Größenordnung alle zwei bis fünf Jahre auf.

Pegelstände am Niederrhein

(kue)