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Rhein-Hochwasser in NRW: Krefeld sperrt Zugänge in Uerdingen ab

Rhein : Hochwasser: Krefeld sperrt Zugänge in Uerdingen ab

Ein Bereich am Rheinufer in Krefeld ist nun abgesperrt worden. Spaziergänger dürfen ihn nicht mehr betreten.

Keine Gefahr geht nach Angabe des Kommunalbetriebs (KBK) von dem aktuellen Rhein-Hochwasser für Krefeld aus.  Dennoch haben KBK-Mitarbeiter am Morgen an den Rampen zur Uerdinger Werft (Dammstraße und Am Zollhof) zusätzlich zu den vorhandenen Schranken Absperrgitter aufgestellt, damit auch für Spaziergänger deutlich wird, dass dieser Bereich gesperrt ist.

Der Krefelder Pegelstand war am Mittwochmorgen um 5.30 Uhr auf 9,02 Meter angestiegen, gegen 14.30 Uhr lag er bei 9,06 Meter. Wie berichtet kann immer auch der Pegel von Duisburg-Ruhrort als Gradmesser genommen werden. Um an den Krefelder Wert zu kommen, müssen 20 Zentimeter abgezogen werden. Eigene Daten werden nicht erhoben und sollen laut Kommunalbetrieb nach derzeitigem Stand auch nicht online zur Verfügung gestellt werden, da alle Pegelstände des Rheins, von Basel bis Emmerich, jederzeit über folgende Seite im Internet abgerufen werden können.

Hochwasser in NRW: Kaum noch Schiffe auf dem Rhein

Wegen des Hochwassers fahren auf dem Rhein kaum noch Schiffe. Offiziell ist der Verkehr zwar noch nicht eingestellt, weil die Marke von 8,30 Metern in Köln noch nicht erreicht ist. Faktisch gehe aber kaum noch ein Binnenschiffer das Risiko ein, sagte am Mittwoch eine Sprecherin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein. „Ein Containerschiff hat auch bei 8,22 Metern schon ein sehr großes Problem, unter den Brücken herzufahren.“

Die Kölner Hochwasserschutzzentrale hält es für möglich, dass die kritische Marke von 8,30 Metern am Donnerstag überschritten wird. Hundertprozentig könne man das nicht voraussagen. „Das ist Natur“, sagte eine Sprecherin. Mit einem Fallen des Wasserstandes wird ab Anfang nächster Woche gerechnet.

Auf dem Rhein bei Düsseldorf fuhr sich am Mittwoch ein Frachtschiff fest, weil sich der Führer laut Polizei wegen des Hochwassers verschätzt hatte. Das Schiff lief auf Grund und geriet in Schieflage, Wasser drohte einzubrechen. Ein zweites Rheinschiff befreite den Kohlefrachter mit Stahlseilen.

(hmn)