Rennbahn in Krefeld: Sanierung wird schon wieder verschoben

Baubeginn : Rennbahn: Sanierung wird schon wieder verschoben

Die Sanierungspläne für die alten Gebäude werden nochmals überarbeitet. Über Details schweigen sich die Beteiligten aus.

Über die Sanierung der historischen Gebäude auf der Krefelder Galopprennbahn wird schon seit Jahren geredet. Bereits 2015 wurden dafür Fördermittel des Bundes in Höhe von 400 000 Euro bewilligt. Immer wieder sind die Arbeiten aber verschoben worden. Nachdem es im vergangenen Herbst geheißen hatte, von April bis September 2019 werde endlich gebaut, sprach Eva-Maria Eifert von der Unteren Denkmalbehörde im Ausschuss für Kultur- und Denkmalschutz davon, dass es im Sommer losgehe.

„Das Pferd kommt jetzt in den Galopp“, erklärte Eifert im Gespräch mit der WZ, nachdem es anfangs nur mühsam in den Trab gekommen sei. Das Ganze sei eine „schwierige Geschichte“ gewesen, doch jetzt müsse man nach vorne schauen.

Was genau so schwierig war und wie es vorne weitergeht, darüber macht Eva-Maria Eifert keine Angaben. Sie verweist auf Thomas Siegert, Leiter der Wohnstätte Krefeld, bei dem die Arbeiten koordiniert werden. Doch auch Siegert bleibt verschlossen. „Über die Aussage von Frau Eifert hinaus wollen wir zum Thema Rennbahn aktuell keine Aussage treffen. Sobald die Ausführungszeiten für die Arbeiten auf der Rennbahn feststehen, werden wir gemeinsam mit der Stadt Krefeld hierzu eine Presseinformation herausgeben“, lässt er in einer schriftlichen Erklärung wissen.

Fest steht: Es sollen 800 000 Euro auf der Rennbahn investiert werden, davon 400 000 Euro aus Bundesmitteln für Denkmalschutz. Den übrigen Betrag bringt die Stadt auf.

Gemeinsamer Termin mit Bezirksregierung und Architekten

Es ist viel zu erledigen:  Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk; großflächige Erneuerung des Verputzes; Restaurierung oder Erneuerung von Fenstern und Toren; Beseitigung von Undichtigkeiten an Tribünendächern; Überarbeitung der Holzgeländer an allen Terrassen der Tribünen; Sanierung und Anstrich des Holzwerks an allen Gebäuden inklusive der hölzernen Sitzbänke der Tribünen. Am 21. Januar hat es zuletzt einen Termin auf der Rennbahn gegeben, an dem die Beteiligten – von der Bezirksregierung über die Denkmalschützer bis hin zu den Architekten – das weitere Vorgehen abgestimmt haben.

Volko Herdick betreibt die Rennbahn-Gastronomie im Stadtwald. „Die Stadt hat mir jetzt mitgeteilt, dass es in den nächsten 14 Tagen einen Termin zu den weiteren Planungen geben wird“, berichtet er. Auch wenn sich seit 2015 nichts getan hat, rechne er jetzt fest damit, dass etwas passiert. Durch die Decke regne es aber auch noch nicht: Es handele sich in erster Linie um Verschönerungsarbeiten, zudem müssten sieben Fenster ausgetauscht werden. „Hier bricht nichts zusammen“, betont Herdick.

Die Renntage in diesem Jahr sind eigens auf die bisherige Bauplanung abgestimmt worden. Fünf sind geplant, sie wurden aufs Frühjahr (los geht es am 17. März) und auf Herbst/Winter beschränkt. Dazu nochmals Thomas Siegert: „Die geplanten Renntage werden auf jeden Fall stattfinden können. Diese Information hat der Krefelder Rennclub auch von uns erhalten.“ „Das ist für uns das Wichtigste“, sagt dazu der stellvertretende Clubvorsitzende Denis Hartenstein.

Im Club herrscht gleichwohl „ein bisschen Unruhe“ über die neue Entwicklung, berichtet Marketing-Leiterin Tania Cosman: „Ich weiß auch noch nicht, wohin die Reise geht.“ Im nächsten Monat werde man „final“ über die Zeitplanung informiert, ergänzt Hartenstein.

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