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Razzia im Wohnheim: Kettensägen entdeckt

Razzia im Wohnheim: Kettensägen entdeckt

Starke Polizeikräfte in der Flüchtlingsunterkunft am Siemesdyk.

Krefeld. Bei einer Razzia in den Flüchtlingsunterkünften am Siemesdyk hat die Polizei mehrere nagelneue Baumaschinen, darunter Kettensägen sowie ein gestohlen gemeldetes Fahrrad sichergestellt. Wem die Maschinen gehören, konnte die Polizei am Mittwoch noch nicht mitteilen.

Die Durchsuchung fand bereits am vergangenen Donnerstagvormittag im Rahmen der Sonderkontrollen durch die Einsatzkommission „Dämmerung“ statt. Dabei sollen Einbrecher aus dem Verkehr gezogen werden. Mitarbeiter der städtischen Ausländerbehörde beteiligten sich an der Razzia.

Von den 214 amtlich gemeldeten Personen zahlreicher Nationalitäten in den Übergangsheimen Siemesdyk 11 - 39 trafen die Beamten 88 Personen an — die schulpflichtigen Kinder waren in der Schule.

Unter den 88 Personen befanden sich 20 Besucher und 29 Personen, die bereits polizeilich aufgefallen sind. Vier waren zur Festnahme ausgeschrieben, eine Person wurde zur Aufenthaltsfeststellung gesucht. Gegen drei Verdächtige wird ein Ermittlungsverfahren wegen mehrerer Einbruchsdiebstähle geführt. Polizeieinsätze finden immer wieder in diesen Häusern statt.

Grünen-Ratsherr Christoph Bönders fordert für die nächsten Sitzungen von Polizeibeirat und Integrationsausschuss Aufklärung über die Razzia: „Ist sie verhältnismäßig und kultursensibel durchgeführt worden?“