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Quarantäne, Gastro und Co.: Welche Corona-Regeln jetzt in Krefeld gelten

Quarantäne, Gastro und Co. : Welche Corona-Regeln jetzt in Krefeld gelten

Was gilt in Krefeld für Handel, Gastronomie und Treffen? Und wie muss man sich als Kontaktperson oder Infizierter verhalten? Die aktuellen Corona-Regeln im Überblick.

Kontaktbeschränkungen

Seit dem 28. Dezember dürfen sich Geimpfte und Genese nur noch in Gruppen von maximal zehn Personen aus verschiedenen Haushalten treffen. Private Zusammenkünfte von Genesenen und Geimpften sind innerhalb des eigenen Hausstandes ohne Personenbegrenzung zulässig. Wenn eine derartige Zusammenkunft die Grenze von zehn Personen überschreitet, dürfen maximal zwei Personen aus einem weiteren Hausstand dabei sein - egal ob diese ungeimpft, geimpft oder genesen sind.

Quarantäne

Folgende Regelungen gelten seit dem 16. Januar für Quarantäne und Isolation in NRW: 

  • Infizierte: Wer durch einen offiziellen Schnelltest oder einen PCR-Test positiv getestet wurde, muss automatisch und ohne gesonderte behördliche Anordnung für zehn Tage in Isolierung. Diese kann - bei zwei Tagen Symptomfreiheit - durch Negativ-Testung auf sieben Tage verkürzt werden. Infizierte müssen ihre Kontaktpersonen der letzten zwei Tage schnellstmöglich und eigenständig informieren.
  • Kontaktpersonen: Wer mit einem Infizierten im gleichen Haushalt lebt, muss automatisch für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann durch Frei-Testung auf sieben Tage verkürzt werden. Bei Kindern in Kindertageseinrichtungen und Schülern kann die Quarantänezeit auf fünf Tage verkürzt werden.
  • Wenn während der Quarantäne Symptome auftreten, wird ein PCR-Test Pflicht.
  • Sonstige Kontaktpersonen müssen nicht automatisch in Quarantäne, sondern nur bei Anordnung des Gesundheitsamtes. Bei fehlendem oder unvollständigem Impfschutz wird eine Selbstisolierung erwartet.

 Ausnahmen: Eine Reihe von Kontaktpersonen muss dennoch nicht in Quarantäne. Das sind:

  •  Geboosterte: Als geboostert gelten nur noch Menschen mit drei Corona-Schutzimpfungen. Dies gilt auch für eine Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson.
  • Geimpfte Genesene: Wer geimpft und genesen ist, muss als Kontaktperson ebenfalls nicht in Quarantäne.
  • Doppelt Geimpfte: Nach zweimaliger Impfung entfällt die Quarantäne zwischen dem 15. und 90. Tag nach der zweiten Impfung.
  • Genesene: Sie müssen ab dem 28. Tag ihres positiven Tests bis zum 90. Tag nicht in Quarantäne.

Weitere Infos zu den Quarantäne-Regeln finden Sie hier.

Maskenpflicht

  •  Die Maskenpflicht (mindestens medizinische Maske) gilt unter anderem im öffentlichen Nahverkehr, bei vielen Gelegenheiten in Innenräumen mit Publikumsverkehr - etwa im Einzelhandel oder beim Arzt. Auch im Freien gilt die Pflicht zum Tragen einer Maske in NRW seit dem 13. Januar wieder: in Warteschlangen, Anstellbereichen und unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen oder ähnlichen Dienstleistungsschaltern.
  • Auch bei Veranstaltungen und Versammlungen im Freien gilt die Maskenpflicht sofern für sie keine 3G-Zugangsregelung (geimpft, genesen oder getestet) oder 2G-Zugangsregelung (geimpft oder genesen) gelten.
  • Nicht getragen werden müssen Masken etwa bei privaten Treffen oder an festen Sitzplätzen in Restaurants.
  • Zudem können Kommunen eigene Regelungen treffen. In Krefeld gilt das für die Innenstadt und einige Stadtteilbereiche: Die Maskenpflicht gilt auf und innerhalb der Krefelder Wälle – Nordwall, Ostwall, Südwall und Westwall – und in den außerhalb dieses Bereiches liegenden Fußgängerzonen in der Innenstadt sowie in den Zentren von Hüls, Traar und Uerdingen.

2G und 2G-Plus in Krefeld

  •  Für den Einkauf im Einzelhandel gilt die 2G-Regel, geimpft oder genesen. Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte. Die Händler müssen dies bei jedem Kunden bei Betreten des Geschäftes kontrollieren.  Klargestellt wurde außerdem, dass auch in Geschäftslokalen von Handwerkern 2G gilt, solange dort nicht gleichzeitig eine handwerkliche Leistung erbracht wird und solange es nicht um Waren des täglichen Bedarfs geht.
  • Grundimmunisierte und Genesene dürfen seit dem 13. Januar viele Bereiche in NRW nur noch betreten, wenn sie zusätzlich einen negativen Test vorlegen (2G-plus-Regel). 2G-Plus gilt unter anderem in der Gastronomie, bei der Sportausübung in Innenräumen (etwa Fitnessstudios), in Hallenschwimmbädern oder in der Sauna oder bei privaten Feiern mit Tanz (etwa Hochzeiten).
  •  2G gilt unter anderem in Kultureinrichtungen wie Museen, im Zoo, im Theater oder Kino, bei Konzerten, Lesungen und anderen Kulturveranstaltungen.
  •  Ausnahmen für Kinder und Schüler: Die 2G-Regel gilt nicht für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren. Für sie sind keine Nachweise erforderlich, außer gegebenenfalls dem Altersnachweis. Für Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren kann der negative Testnachweis durch einen Nachweis der Schule über die Schulzugehörigkeit und die Teilnahme an Schultestungen ersetzt werden. Menschen mit Booster-Impfung sind von der Testpflicht befreit.

Diskotheken und Clubs

NRW hat Clubs und Diskotheken ab dem 4. Dezember geschlossen.

Restaurants und Cafés

Ab dem 13. Januar gilt in NRW die 2G-plus-Regel für die Gastronomie. Eine Ausnahme gibt es für Menschen mit Corona-Booster-Impfung und für diejenigen, die zweimal geimpft und zusätzlich genesen sind. Wer nur Speisen abholen möchte, muss die 2G-plus-Regel nicht erfüllen.

Arbeitsplatz

Am Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel. Wer im Homeoffice arbeiten kann, soll dies auch tun. Die nordrhein-westfälischen Arbeitsschutzbehörden kontrollieren ab sofort die Einhaltung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz. Auch die Umsetzung der Hygieneschutzkonzepte und der Homeoffice-Pflicht soll mit Schwerpunktkontrollen überprüft werden.

Werden die 3G-Kontrollen durch die Arbeitgeber nicht umgesetzt, droht ein Bußgeld von mindestens 1000 Euro. Sofern Beschäftigte sich ohne die ausreichenden Nachweise in den Arbeitsstätten aufhalten, drohen ihnen Bußgelder in Höhe von 250 Euro.

ÖPNV

Im ICE, in Nahverkehrszügen, in Bussen, in der U-Bahn, in der Straßenbahn, in der S-Bahn oder im Flugzeug gilt die 3G-Regel. Die Deutsche Bahn kündigte entsprechende Kontrollen an.

 Fahrgäste dürfen also diese Verkehrsmittel nur noch nutzen, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Die SWK und der Kommunale Ordnungsdienst kontrollieren die 3G-Regel gemeinsam. Die Maskenpflicht gilt in Fahrzeugen des ÖPNV auch weiterhin.

Friseur, Fußpflege, Trauungen und Beerdigungen

Beim Friseur gilt die 3G-Regel (wenn FFP2-Masken getragen werden). Das heißt, in den Friseursalon dürfen nur geimpfte oder genesene Kunden sowie Kunden mit einem aktuellen negativen Corona-Testnachweis. Die 3G-Regel gilt auch für Beerdigungen, standesamtliche Trauungen, nicht-touristische Übernachtungen und medizinische Fußpflege.

Stadion und Großveranstaltungen

Bei überregionalen Veranstaltungen gilt eine einheitliche Obergrenze von maximal 750 Zuschauern - auch bei Bundesliga-Spielen.

Amateursport und Freizeit

  • Im Amateursport und Freizeitbereich gilt flächendeckend die 2G-Regel. Wer die Auffrischungsimpfung hat, muss unter anderem im Freizeitsport keinen Test mehr vorlegen. Zugangsbeschränkungen gelten in NRW nicht nur für Zuschauer, sondern auch für Amateursportler. Beim Sport in Innenräumen gilt 2G-Plus (siehe auch oben).
  •  PCR-Tests gelten in Nordrhein-Westfalen im Amateursportbereich nur noch als Ersatznachweis zu einer Corona-Impfung, wenn man wenigstens eine Impfung nachweisen kann. Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren, Menschen ohne Impfempfehlung und diejenigen, die nicht geimpft werden können.

Impfpflicht

 Beschäftigte in Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen müssen bis Mitte März 2022 Nachweise über vollen Impfschutz oder eine Genesung vorlegen - oder eine Arzt-Bescheinigung, dass sie nicht geimpft werden können. Neue Beschäftigte brauchen das ab dann von vornherein. Das legt eine angepasste Version des Infektionsschutzgesetzes fest.

Booster-Impfungen

Booster-Impfungen sind in NRW in der Regel nach drei Monaten möglich. Seit dem 30. Dezember ist auch die Auffrischungsimpfung von 12- bis 17-Jährigen in den Impfstellen der Kreise und kreisfreien Städte möglich. Die Ständige Impfkommission hat sich am 13. Januar auch für eine Booster-Impfung ab 12 Jahren ausgesprochen.

(red)