1. NRW
  2. Krefeld

Publikum ist bei „Singen mit den Pappköpp“ begeistert

Publikum ist bei „Singen mit den Pappköpp“ begeistert

Mundart-Freunde kommen bei der traditionellen Veranstaltung im Marionetten-Theater voll auf ihre Kosten.

Kempener Feld/Baackeshof. Bis auf die hohen Temperaturen stimmte alles beim „Singen mit den Pappköpp“. Ein aufgeschlossenes Publikum, eine mitreißende Band und natürlich das Pappköpp-Ensemble sorgten für beste Unterhaltung im Marionetten-Theater an der Peter-Lauten-Straße.

Josef Schwalbach, der musikalische Leiter der beliebten Truppe, musste schon überlegen. War es die neunte oder zehnte Veranstaltung?

Alle zwei Jahre stellt er ein Programm zusammen, und schon zum dritten Mal war die Krefelder Band Schäng Blasius Flönz Rakete mit dabei. Zwei Stunden lang gab es Mundart vom Feinsten, es begann mit dem Pappköpp-Song. Der Refrain: „Dä Keckert quakt, die Mösch die schirpt, Senge mäckt jesönder. En Krieewel es et jooe janz schüen, doch Pappköpp sieen es schönder.“

Da war schon klar, die Besucher ließen sich nicht lange bitten und sangen lauthals mit. Auch die Mischung der Programmpunkte stimmte. Rasante Musik wechselte mit Pappköpp-Darbietungen auf den verschiedenen Bühnen, und immer wieder erklangen die beliebten Lieder: En Mönke voll Platt, Dat Döppe, Do häss dä Vuorel avjeschooete.

Ober-Pappkopp Matthes war auch wieder in seinem Element. Der Krefeld-Fan hält nichts von Auslandsreisen und sang: „Ech luop lieever die vier Wäll erop, ech bön ’ne krieewelsche Pappkopp.“ Schwalbach mit dem Keyboard und die sechs Bandmitglieder (fünfmal Familie Kappes nebst Schwippschwager Christoph) waren mehr als gut drauf.

Einen besonderen Gag gab es beim beliebten Krieewelsch-Song „Muoder, Muoder, minne Märling es duot!“. Zur Originalfassung hatten die Pappköpp Übersetzungen in Italienisch, Niederländisch und Russisch vorgelegt. Das war lustig, dramatisch und melodramatisch.

Zwei Pausen bot man und war froh, ein wenig frische Luft zu schnappen. Doch schnell strömte alles wieder in den Saal. Die Besucher konnten nicht genug bekommen, der Song „Wir fahr’n zum Hariksee“ musste mehrmals wiederholt werden. Am Ende gab es stehende Ovationen und nur zufriedene Gesichter bei Veranstalter und Publikum. hw