Prozess in Krefeld - Quartett soll kiloweise Drogen verkauft werden

Gericht : Quartett soll kiloweise Drogen verkauft haben

Laut Anklage sind die Vier in Krefeld und Düsseldorf als Dealer aktiv gewesen.

Rund drei Monate sollen vier Angeklagte (49, 21, 21 und 22 Jahre) in Krefeld einen Drogenring betrieben und Heroin sowie Kokain unter anderem am Theaterplatz verkauft haben. Dafür müssen sie sich seit Ende Mai vor dem Landgericht verantworten. Die vier Männer, die alle miteinander verwandt sind, sollen insbesondere die „harten“ Drogen Kokain und Heroin beschafft haben, aber auch andere Betäubungsmittel. Diese haben sie, laut Anklage, entweder selbst verkauft oder an Kleindealer abgegeben. Ihr Operationsgebiet beschränkte sich dabei nicht nur auf die Seidenstadt. Während in Krefeld von August bis Oktober rund 230 Gramm Kokain und fast sechs Kilogramm Heroin verkauft worden sein sollen, wurden von Oktober bis November auch fast drei Kilogramm Heroin in Düsseldorf vertrieben. Dort soll einer der Hauptumschlagsplätze der Worringer Platz gewesen sein.

Bereits im April und Mai sollen einzelne der Angeklagten beim Drogenschmuggel aus den Niederlanden oder bei kleineren Geschäften in Krefeld erwischt worden sein. Auch dafür müssen sie sich nun verantworten.

Die Polizei war den Männern mit umfangreichen Observationen und Abhöraktionen auf die Schliche gekommen. Als der Verdacht stark genug war, wurden sie am 29. November festgenommen. Seitdem sitzen die Angeklagten in Untersuchungshaft.

Zu den Vorwürfen haben sie sich bisher noch nicht eingelassen. Am ersten Verhandlungstag war der älteste Angeklagte allerdings erkrankt, so dass er nicht mehr an der Verhandlung teilnehmen konnte. Beim Fortsetzungstermin am Mittwoch war er wieder dabei. Für das Verfahren sind Termine bis in den Juni angesetzt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung