Projekt Rheinblick: Die Stadt hat noch keinen Plan

Neues Gutachten für Rheinblick nötig.

Krefeld. Es könnte der entscheidende Durchbruch für das Projekt Rheinblick werden: Wie am Freitag exklusiv berichtet, hat ein Investor aus Bielefeld das ehemalige Gelände der Spedition Müncker gekauft und möchte dort schnell Fakten schaffen. Ein ganzes Quartier mit Wohnen und Gastronomie soll am Fluss entstehen.

Doch derzeit gibt es keinen gültigen Bebauungsplan für das Areal. Der alte Plan war im Juli 2011 vom Oberverwaltungsgericht Münster kassiert worden, nachdem der Eigentümer des nördlichsten Grundstücks, Heinrich Yoksulian, geklagt hatte. Inzwischen hat Yoksulian den Bau eines Bordells am Rhein beantragt (wir berichteten).

Die eigentlich für Jahresende in Aussicht gestellte Offenlage der neuen Pläne wird sich jedoch erneut verschieben, wie Ludger Walter, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, auf Anfrage mitteilt. „Wir rechnen mit zwei bis sechs Monaten Verzug.“ Grund sei, dass das Gutachten zum Lärmschutz ergänzt werden müsse. Die Information darüber sei erst spät vom Land gekommen: „Wir hätten das gerne schon im Frühjahr gewusst.“

Gleichwohl bringt die Verzögerung laut Walter kaum Nachteile mit sich. „Die Investoren sind ohnehin am Zug. Sie müssen nicht Däumchen drehen und können weiter planen.“ Die Anforderungen an den Lärmschutz würden sich höchstens geringfügig ändern, schätzt Walter.

Außerdem verschafft die Verzögerung den Planern Luft, den neuen Bebauungsplan wirklich sattelfest zu machen. „Gerade angesichts der gerichtlichen Auseinandersetzung sollten wir nichts mit der heißen Nadel stricken.“

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