Polizeihund nach Biss-Attacke aus dem Dienst genommen

Polizei : Polizeihund nach Biss-Attacke aus dem Dienst genommen

Ein Experte wird die Eignung des Tieres untersuchen. Polizei will für die Arztkosten des Opfers aufkommen.

Der achtjährige Polizeihund, der am Mittwoch einen 17-Jährigen in einem Park gebissen hat, ist vorerst aus dem Dienst genommen worden. Das teilte ein Sprecher des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg, wo der Einsatz der derzeit 305 Diensthunde in NRW organisiert wird, mit. Das Tier soll einer genauen Wesensüberprüfung unterzogen werden. Erst danach wird darüber entschieden, ob der Malinois in den Dienst zurückkehren wird. „Es werden die Fragen geklärt, wie genau es zu dem Vorfall kam, warum der Hund reagierte, wie er nicht hätte reagieren sollen“, so der Sprecher. Ein Polizeihund dürfe keine Gefahr darstellen.

Bei dem Vorfall war der Ehemann einer Diensthundeführerin aus Krefeld privat mit den beiden Polizeihunden in einem Park zwischen Wallenburgdyk und Wilmendyk unterwegs gewesen. Als er die Hunde dort ableinte, sei ein 17-jähriger Radfahrer zunächst von einem der Tiere angebellt worden. Als der Radfahrer weiterfahren wollte, hätte eines der beiden Tiere den Jugendlichen dreimal in den Arm gebissen. Der Radfahrer stürzte und verletzte sich. „Er erlitt Bissverletzungen am Arm, konnte aber nach ambulanter Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden“, teilte eine Sprecherin der Krefelder Polizei mit. Die Ordnungsbehörde will für die Arztkosten und die durch die Bisse zerrissenen Kleidungsstücke des 17-Jährigen aufkommen.

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