Polizei Krefeld verhaftet Mann nach versuchter Tötung auf Theaterplatz

Shisha-Bars durchsucht : Polizei Krefeld verhaftet Mann nach versuchter Tötung auf Theaterplatz

Die Polizei Krefeld ist gemeinsam mit dem Zoll zu einer Großaktion ausgerückt. Ein wegen versuchter Tötung gesuchter Mann ist festgenommen worden.

Während großangelegter Kontrollen von Shisha-Bars ist ein Verdächtiger festgenommen worden, der für eine Messerattacke auf dem Theaterplatz verantwortlich sein könnte. Das teilte die Polizei am Wochenende mit. Wegen eines versuchten Tötungsdelikts sei der 22-Jährige per Haftbefehl gesucht worden. Der Tatverdächtige, der mit einem Auto am Ostwall unterwegs war, sei während der Razzia in der Nacht zu Samstag zivilen Beamten im Bereich einer der Shisha-Bars aufgefallen. Sie stoppten den Mann und stellten sein Fahrzeug sicher.

Der 22-Jährige wird verdächtigt, Anfang November zwei Männer auf dem Theaterplatz lebensgefährlich mit einem Messer verletzt zu haben. Zu der Auseinandersetzung war es mitten am Tag gekommen. Im Nachhinein war von einer tumultartigen Situation auf dem Platz am Seidenweberhaus berichtet worden. Mitarbeiter des Ordnungsdienstes gingen auf die Menge zu und leisteten Erste Hilfe, hatte die Stadt mitgeteilt.

Bei der Razzia am Wochenende wurden insgesamt vier Personen festgenommen und 130 überprüft, heißt es im Bericht der Polizei. Bei zwei Männern wurde vermutet, dass sie gefälschte Ausweispapiere bei sich hatten, sie seien „wegen des Verdachtes des illegalen Aufenthaltes“ vorläufig festgenommen worden.

Bei den Kontrollen waren zahlreiche Kräfte von Polizei, Zoll und Ordnungsamt im Einsatz. Insgesamt seien sechs Shisha-Bars kontrolliert und 38 Kilogramm Wasserpfeifentabak sichergestellt worden.

Es bestehe der Verdacht, dass die Ware nicht hinreichend verzollt und versteuert wurde. In zwei Lokalen stellte die Feuerwehr zudem erhöhte Kohlenmonoxid-Werte fest. „In einer Bar waren die Werte so gefährlich hoch, dass die Nutzung von Wasserpfeifen untersagt wurde“, heißt es im Bericht der Polizei weiter. Der Betrieb einer Bar sei von der Bauaufsicht vorläufig untersagt worden.

Es seien „gravierende Mängel“ festgestellt worden. Zudem wurden unter anderem Verstöße gegen die Einhaltung des Mindestlohns, das Betäubungsmittelgesetz, des Jugendschutzes und das Nichtrauchergesetz festgestellt. Zudem seien in einer Bar rund 2000 Dosen ohne Pfandlogo aufgefallen, den Betreiber erwarte eine Anzeige.

(red/mars/dpa)