Beratung So geht es auf vier Rädern sicher in den Urlaub

Krefeld · In der Mediothek wurden Beispiele für Gefahrensituationen genannt und wie man diese vermeiden kann. Am Montag, 24, Juni wird die Aktion am Globus-Supermarkt wiederholt.

 Lisa Schepers (l.) und Manja Schmitt (M.) von der Polizei Krefeld beraten Petra Reiners zum sicheren Start in den Urlaub mit dem Auto.

Lisa Schepers (l.) und Manja Schmitt (M.) von der Polizei Krefeld beraten Petra Reiners zum sicheren Start in den Urlaub mit dem Auto.

Foto: Andreas Bischof

Dem wechselhaften Wetter entfliehen? Davon träumen viele. Die Reise mit dem Auto, einem Wohnwagen oder einem Wohnmobil gewinnt stetig an Beliebtheit. Worauf man dabei achten sollte, erklärten die Experten der Verkehrsunfallprävention von der Polizei Krefeld an einem Info-Stand in der Mediothek.

Die wichtigsten Tipps – und wie man sich diese merken kann

Was muss ich vor der Anreise überprüfen? Mit dem Begriff „Wolke“ ist das keine Hürde mehr. Das W steht für Wasser, das O für Öl, das L für Luft, also den Reifendruck, das K für Kraftstoff, sprich den Tank, und das E für Elektrizität.

Wie bilde ich eine Rettungsgasse auf einer mehrspurigen Straße? Das geht mit der sogenannten rechte Hand-Regel. Der Daumen bildet die linke Spur, die restlichen Finger die weiteren. Zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger entsteht die Rettungsgasse. Befindet man sich somit auf der linken Spur, fährt man weiter nach links, befindet man sich auf den übrigen Spuren, fährt man weiter nach rechts.

Hauptkommissarin Stephanie Schepers weist auf die Vorbereitung hin: „Die Warnwesten, das Warndreieck sowie der Verbandskasten müssen griffbereit sein, um im Fall der Fälle Hilfe leisten zu können. Außerdem sollte man im Vorfeld überprüfen, wo sich Raststätten befinden.

Sollten Kinder an Bord sein, dann hilft es, sich über Spielplätze zu informieren.“ Polizeioberkommissarin Lisa Schepers ergänzt: „Der Beifahrer muss ein Auge auf die Kinder haben, denn der Fahrer darf unter keinen Umständen abgelenkt werden.“ Polizeikommissarin Manja Schmitt führt fort, dass die Musik ein weiterer Faktor sein könne, der zu Ablenkung führe. Die Lautstärke sollte demnach an die Unterhaltungsmöglichkeiten angepasst werden: „Wenn man problemlos miteinander reden kann, dann hört man auch die Geräusche aus seiner Umgebung.“

Sicherheit – auch beim
Transport von Tieren

Hauptkommissarin und Verkehrssicherheitsberaterin Manuela Letzelter betont, wie wichtig Ruhephasen sind, denn der Sekundenschlaf ist nicht zu unterschätzen. Sie empfiehlt, nach spätestens zwei Stunden eine Pause einzulegen. „Wie ausgeschlafen bin ich?“, ist mitunter eine Frage, die man sich stellen sollte. Ein Fahrerwechsel ist eine weitere Möglichkeit, um zu entspannen. „Viele wollen so schnell wie möglich in den Urlaub, dabei gehört die Anreise dazu. Deshalb gilt es, Stressfaktoren zu vermeiden. Es heißt ja schließlich nicht umsonst, dass der Weg das Ziel ist“, fügt die 52-Jährige hinzu.

Gerade Kinder würden sich schwer tun, den Anschnallgurt anzulegen, aber als Elternteil dürfe man sich davon nicht beeinflussen lassen, wie die Leiterin sagt. Der Gurt muss an der Schulter vorbeigeführt werden, damit er den Hals nicht einengt. Aber nicht nur die Menschen, sondern auch ihre tierischen Gefährten sind dazu verpflichtet, regelkonform zu reisen. „Am effektivsten ist die Transportbox. Steht diese nicht zur Verfügung, dann werden die Tiere an ihrem Geschirr am Gurt befestigt“, so Stephanie Schepers.

Grundsätzlich gilt es, alles zu sichern. Die Experten informierten über das sogenannte Gepäcknetz, das verpflichtend angebracht wird, wenn die Ladung über die Rückbank hinausragt. Sie raten dazu, es jedoch grundsätzlich anzubringen. Das Prinzip ist wie folgt: Die schweren Sachen kommen nach unten, die leichten nach oben.

Welche Besonderheiten bringen der Wohnwagen und das Wohnmobil mit sich? Sie besitzen Wassertanks. Letzelter erklärt, dass die meisten Menschen den Fehler begehen, die Tanks komplett zu befüllen und das somit vorhandene Gewicht schneller außer Acht ließen – und es dadurch schneller zu einer unbemerkten Überladung kommen könne. Hinweise zur zugelassenen Ladung stehen im Zulassungsschein, auch Fahrzeugschein genannt.

Durch den eingebauten Wohnbereich tendieren die Reisenden zu einem weiteren Fehler: Sie stehen auf und bewegen sich fort. Dies ist verboten, während der Fahrt besteht auch hier die Gurtpflicht.