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Polizei in Krefeld warnt vor Betrüger-Angeboten bei Immowelt und Co.

Fiese Masche : Polizei in Krefeld warnt vor Betrüger-Angeboten bei Immowelt und Co.

Augen auf beim Hauskauf: Die Kriminalpolizei in Krefeld hat vor einer neuen Masche gewarnt. Dabei nutzen Betrüger offenbar die aktuell hohe Nachfrage auf dem Immobilienmarkt aus.

Wer derzeit auf der Suche nach einem Haus oder einer anderen Immobilie ist, kennt es: Kaum ist das Angebot bei einem der bekannten Online-Marktplätze wie Immobilienscout oder Immowelt eingestellt, ist es auch schon wieder weg - Kostenpflichtiger Inhalt die Nachfrage scheint sich auch in Krefeld in der Corona-Pandemie noch verstärkt zu haben.

Das wollen nun offenbar Betrüger ausnutzen: Die haben laut Angaben der Polizei in Krefeld auf Online-Plattformen Immobilien zum Verkauf angeboten, die es gar nicht gibt oder die nicht zum Verkauf stehen und den Anbietern gar nicht gehören. In einem Fall sei es zuletzt um ein Haus in Krefeld-Forstwald gegangen. Auch Interessenten, die in Anzeigen selber nach Häusern suchen, seien mit Fake-Angeboten kontaktiert worden. Die Polizei in Krefeld habe bereits 12 Fälle registriert. Diese seien bei den gängigen Online-Plattformen aufgefallen, erklärte eine Sprecherin der Polizei unserer Redaktion, wie Immobilienscout oder Immowelt.

Betrug mit Immobilien in Krefeld: Das wollen die Täter

Nach den Angaben der Polizei werden die Interessenten aufgefordert, eine Kopie ihres Personalausweises zu schicken - für die „Unterlagen eines Immobilienmaklers“. In einigen Fällen seien sie zudem um eine Anzahlung gebeten worden. Der Rat der Polizei: niemals einem Fremden Ausweisdokumente oder Kopien davon zuzuschicken und bei Immobilienkäufen besonders aufmerksam zu sein.

Was hinter der Masche steckt? "Mit der Kopie und den Daten des Ausweises können die Täter Smartphones bestellen, alle möglichen Verträge abschließen, Bankkonten eröffnen, sich als vertrauenswürdiger Verkäufer präsentieren oder sich in Onlineshops anmelden", warnt der Krefelder Kriminalhauptkommissar Heinz Siemes. Dadurch, dass es in Coronazeiten schwieriger geworden sei, durch Taschendiebstähle an Ausweise zu kommen, würden es die Täter nun auf immer neuen Wegen versuchen.

(red)