Statistik: Polizei: Deutlich weniger Einbrüche in Krefeld

Statistik: Polizei: Deutlich weniger Einbrüche in Krefeld

Die Aufklärungsquote steigt bis Ende September wieder auf über 25 Prozent an. Innenstadt bleibt Brennpunktgebiet.

Krefeld. Polizeipräsident Rainer Furth zeigt sich erleichtert. Die Zahlen bei der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. „Der Wohnungseinbruch bleibt ein großes Problem in Nordrhein-Westfalen“, beginnt Furth das Pressegespräch zum Auftakt der landesweiten Aktionswoche „Riegel vor“, um dann glücklich zu ergänzen: „Die Prognose in Krefeld ist gut.“ Konkret bedeutet das, die Polizei in Krefeld verzeichnete bis einschließlich September 546 Wohnungseinbrüche- und versuche. Nach der Prognose der Ordnungshüter sollen die Zahlen sich zum Ende des Jahres bei rund 750 vollendeten und versuchten Einbrüchen einpendeln.

Im Vergleich: Im Vorjahr gab es insgesamt 1118 Wohnungseinbrüche- und versuche. Die Gründe für die besseren Zahlen in diesem Jahr sind laut Polizei vielfältig. Einbruchszahlen in Kliedbruch, Inrath, Fischeln und Oppum hoch Zum einen sei bei den überregional agierenden Tätergruppen, die nach Erkenntnissen der Polizei vor allem aus Osteuropa stammen, ein Rotationssystem zu erkennen, wonach die Täter zeitlich versetzt in den jeweiligen Städten zuschlagen würden.

„Andererseits ist es auch so, dass es im vergangenen Jahr landesweit mehr Einbruchsdelikte gab“, sagt Furth, der in seiner Behörde die Ermittlungsgruppe Dämmerung zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs mit ständigem Personal besetzte und wöchentliche Kontroll- und Bestreifungsaktionen in besonderen Brennpunkten startete. Mit Erfolg, wenn die Prognose der Polizei zutrifft. Im Fokus bleiben bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchs die Innenstadt, wo 50 Prozent der Einbrüche stattfinden, und die autobahnnahen Stadtteile Inrath/Kliedbruch, Fischeln und Oppum.

Die Einbruchshochzeit steht den Beamten mit der Umstellung der Uhren auf Winterzeit am kommenden Wochenende (30. Oktober) im Übrigen noch bevor. Auch deshalb bietet die Polizei im Rahmen ihrer Aktionswoche noch bis Sonntag, 30. Oktober, Informationsveranstaltungen für Bürger zum Thema Einbruchsschutz an.

Die technischen Berater des Kommissariates Kriminalprävention/Opferschutz geben von heute bis Freitag täglich von 11 bis 17 Uhr im Foyer der Mediothek Auskunft zu technischen Sicherungen gegen Wohnungseinbruch. Am Samstag und Sonntag, 29./30. Oktober, findet in der Polizeiwache an der Hansastraße, Hansastraße 25, eine Fachausstellung zu dem Thema statt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung