Plan für Kaiser-Wilhelm-Park steht

Plan für Kaiser-Wilhelm-Park steht

Es sind sowohl der Bau einer Kindertagesstätte als auch mehr Parkplätze an der Grünfläche an der Westparkstraße vorgesehen.

West. Aus den zahlreichen Vorschlägen bei der Ideen-Werkstatt im November sind nun variable Konzepte entstanden, den Kaiser-Wilhelm-Park neu zu gestalten. Auch wenn der Winter in seinen letzten Zügen noch einmal mit einer Kältewelle aufwartet, naht der Frühling in Deutschland. Die Zeit von sprießenden Blumen und ergrünenden Bäumen steht vor der Tür und so langsam kehrt das Bedürfnis nach Sonne und frischer Luft zurück.

Umso dringlicher treibt eine Gruppe aus Bürgern derzeit die Umgestaltung des fast ein bisschen in Vergessenheit geratenen Kaiser-Wilhelm-Parks voran. Anwohner und Vertreter involvierter Vereine wollen das Potenzial des hinterm Oranierring versteckten Grünstücks endlich ausschöpfen. Norbert Hudde, der mitverantwortlich für die Planung der Umgestaltung ist, freut sich über die Beteiligung der Bürger und die einkehrende Bewegung im Projekt: „Ich bezeichne den Park gerne als unsichtbar, da er zwischen Wohngebieten, Industrie und Baumreihen versteckt ist. Nichtsdestotrotz ist er äußerst wichtig für die Anwohner. Es wäre schade, das gegebene Potenzial des Kaiser-Wilhelm-Parks, der mit ein wenig Arbeit wieder auf Vordermann gebracht werden kann, herzuschenken.“

Bislang wird die Anlage überwiegend vom ansässigen Sportverein VfR Krefeld sowie den Bewohnern der umliegenden Häuser genutzt. Die Nutzung des leicht verwahrlosten Grüns soll sich durch Verbesserungen aber ausdehnen. Als Arbeitsgruppe trafen sich deshalb im November Vertreter der Stadt, des Sportvereins sowie einige Interessierte um ihre Kreativität in fünf verschiedene Modelle mit einfließen zu lassen.

Die sich ähnelnden Pläne sind kombinierbar und sollen bald den Verantwortlichen für die Bewilligung vorgelegt werden. Grundvoraussetzung bei allen Ideen war die Erhaltung der Grundstruktur, die nicht durch zu viele Elemente überfrachtet werden soll.

Ganz oben auf der Liste möglicher Veränderungen stand der Bau einer Kindertagesstätte, bei denen akuter Mangel im Wohngebiet besteht. Auf dem Gelände des ehemaligen Betriebshofs würde sich die Errichtung einer Solchen mit Anbindung an Spielplatz und Park ideal anbieten. Ebenfalls forciert ist das Errichten einer kleinen Parkplatzfläche, die dabei helfen soll, die unglückliche Autosituation während Spielen des VfR Krefeld sowie der Krefeld Pinguine im naheliegenden König-Palast in den Griff zu bekommen. Ein weiterer Wunsch war die Erweiterung des Freizeitangebots.

So könnten schon bald eine Calisthenics-Anlage, die mit Outdoor-Sportgeräten geschmückt sein würde, sowie Sportkurse im Park angeboten werden. Oft wurde auch der Wunsch nach einem gemeinsamen Gelände zum Gärtnern geäußert. Auch kleinere Änderungen fanden Berücksichtigung in vielen Plan-Skizzen. Bänke zur Erholung und eine Beleuchtung des Weges zur Schaffung von Sicherheit durften dabei nicht fehlen. Pflege von Wegen und Sträuchern tauchten an vieler Stelle auf. Mit den fertigen Konzepten gilt es nun die wichtigste Hürde zu überwinden: Die Finanzierung.

„Nun liegt es an der Politik, sich den aktuellen Haushalt anzuschauen und zu überlegen, was wir machen dürfen und vor allem können. Wie hoch die uns zur Verfügung stehende Summe an Zuschüssen ist, bleibt abzuwarten“, meint Hudde, der realistisch bleibt. „Punkte wie die Ausbesserung der Wege zum Park über die Schienen am Nordbahnhof beispielsweise, könnten das Budget natürlich übersteigen.“ Nun bleibt zu hoffen, dass sich die engagierte Gruppe und die Verantwortlichen der Stadt auf einen Kompromiss einigen können, der einen Besuch im Kaiser-Wilhelm-Park wieder lohnenswerter macht.

Mehr von Westdeutsche Zeitung