Pinguine: Harte Jungs als Weihnachtsengel

Weihnachten : Harte Jungs als Weihnachtsengel

Für die Eishockey-Spieler der Pinguine ist es eine schöne Tradition, an Heiligabend Wünsche zu erfüllen. Am Montag besuchen sie die Kinderkrebsstation im Helios und das Stups-Kinderzentrum.

Der Terminkalender von Eishockeyprofis ist rund um die Weihnachtsfeiertage besonders voll gepackt. Weil Eishockey eben im Dezember am meisten Zuschauer in die Hallen lockt, mussten die Spieler der Krefeld Pinguine nicht nur einen Tag vor Heiligabend auf dem Eis ran, sondern auch am zweiten Weihnachtsfeiertag, am 28. und 30. Dezember. Zwischendurch gibt es für einige der Athleten einen ganz anderen, einen sehr emotionalen Termin.

Am Morgen des Heiligen Abends besuchen Daniel Pietta und Torsten Ankert gemeinsam mit weiteren Mannschaftskameraden, Freunden und Bekannten die Kinderkrebsstation im Helios. Danach geht es zum Stups-Kinderzentrum, dem Kinder- und Jugendhospiz für schwerkranke und behinderte Kinder. Im Gepäck haben die Eishockeyprofis neben Geschenken für die Kinder und Jugendlichen auch die eine oder andere Spende für die Einrichtungen. „Ich war am vergangenen Donnerstag zum ersten Mal mit einigen Teamkollegen im Stups“, sagt Ankert und ergänzt: „Ich habe großen Respekt davor, was in dieser Einrichtung geleistet wird.“

Spende von 500 Euro
aus der Mannschaft

Bastelsachen hatten sich die Verantwortlichen der Einrichtung von den Pinguine-Profis gewünscht. Hinzu kam eine Spende von 500 Euro aus der Mannschaft. „Wir haben im Team einfach besprochen, dass wir uns da noch mehr einbringen wollen, die Arbeit im Hospiz einfach unterstützen wollen“, so Ankert.

Für Daniel Pietta ist der Besuch an Heiligabend auf der Kinderstation im Helios schon fast zur Tradition geworden. Seit sechs Jahren ist der Eishockeyprofi dabei, wenn eine ganze Gruppe von Freiwilligen Geschenke im Krankenhaus verteilt. „Seitdem ich Vater bin, ist dieser Besuch für mich noch ein Stück weit ergreifender“, gesteht der Krefelder. „Krankheiten, Behinderungen und Verletzungen können jeden treffen, das macht einen schon nachdenklich. An diesen Tagen sind wir aber gerade für die Menschen da, die das alles durchmachen müssen. Die Eltern sind ja zum Teil noch sehr jung, da wird einem sehr bewusst, wie zerbrechlich das Leben sein kann.“

Auch Torsten Ankert ist Vater eines zweijährigen Jungen. „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir da helfen und Aufmerksamkeit schaffen, wo es gebraucht wird.“ Beim Besuch im Stups wurde den Eishockeyspielern nicht nur die gesamte Einrichtung gezeigt. „Wir hatten auch die Möglichkeit, mit den Mitarbeitern vor Ort zu sprechen. Es ist unglaublich, welch wertvolle Arbeit hier geleistet wird“, zeigt sich Ankert beeindruckt.

Tim Niehues, Chefarzt der Krefelder Kinderklinik, sagt: „Der Besuch der Krefeld Pinguine in unserer Kinderklinik ist über die Jahre hinweg zu einer schönen Tradition geworden. Es ist großartig, dass wir so viel Unterstützung erhalten, um die Kinder gerade auch an Weihnachten ein wenig abzulenken und zu überraschen. Da ist die Freude groß, auch bei den Eltern.“

Wenn die Eishockeyprofis die kleinen und großen Wünsche der jungen Patienten erfüllt haben, werden beide zu ihren eigenen Weihnachtsfeiern aufbrechen. Gemeinsam mit der Familie in Krefeld und Essen. Materielle Wünsche haben beide kaum. „Mir ist es wichtig, dass es den Menschen in meinem Umfeld gut geht“, sagt Pietta. „Mir ist es einfach wichtig, mit der Familie zusammen zu sein und die Zeit zu genießen“, erzählt sein Mannschaftskollege. Der Sport rückt für beide an den Weihnachtstagen zumindest für ein paar Stunden in den Hintergrund.