Parken: Philadelphiastraße: Provisorium wird zum Testfall

Parken : Philadelphiastraße: Provisorium wird zum Testfall

Die Stadt wird das Parken nicht komplett freigeben. Ein Ortstermin findet erst nach den Ferien statt.

Krefeld. Ganz so einfach und ganz so schnell, wie sich die Teilnehmer der Info-Veranstaltung das gewünscht haben, wird es eine Übergangslösung für die Philadelphiastraße nicht geben. Die Verwaltung hat die Mitglieder gerade darüber informiert, dass der gewünschte Ortstermin am Mittwoch nicht stattfinden kann. Und eine völlige Freigabe des Parkens an der viel befahrenen Achse wird es wohl auch nicht geben.

Bei der Bürgerversammlung auf Einladung der SPD hatte Tiefbauamtsleiter Hartmut Könner den Anwohnern berichtet, wie man Lärm- und Staubbelastung durch die Umgestaltung verringern will und warum dies erst ab 2018 möglich sei.

Daraufhin hatten sich die Teilnehmer für eine provisorische Lösung ausgesprochen, die gleich nach Fertigstellung des Ostwalls in Angriff zu nehmen sei. So schlugen sie unter anderem das testweise Freigeben des Parkens vor.

Daraus wird aber wohl nichts. Könner sieht das Provisorium eher als Testlauf für die geplanten Umbauten. Und auch die sehen zwar Parken am Straßenrand vor, aber nicht durchgängig. „Wir müssen ja auch an den Verkehrsfluss denken“, sagt Könner. Genau der habe aber gelitten, als man das Parken vor einigen Jahren testweise durchgängig erlaubt hatte.

Ihm schwebt vor, nach dem Abschluss der Ostwallbaustelle im November die geplanten Umbauten durch Markierungen und Ampelschaltungen quasi vorwegzunehmen und damit auch ihre Wirksamkeit zu testen.

Die Politiker hatten gleich nach der Bürgerversammlung die Verwaltung gebeten, zeitnah die Vorschläge der Bürger auf ihre Machbarkeit zu prüfen. Dirk Czymai vom Bürgerservice der Stadt hatte in der Sitzung der Bezirksvertretung Ende Mai einen Termin für eine sogenannte Verkehrsschau noch im Juni in Aussicht gestellt. Der Ortstermin sollte am heutigen 17. Juni stattfinden.

Könner erläuterte auf Nachfrage der WZ, warum er das nicht für sinnvoll hält und abgesagt hat: „Wir hatten noch keinerlei Chance, unsere Vorstellungen mit Polizei, SWK Mobil, Verkehrsbehörde und anderen Beteiligten abzustimmen. Wenn wir rausgehen, dann mit konkreten Vorschlägen. Darüber kann man dann auch ernsthaft diskutieren.“

Der Chef der Tiefbauabteilung will nach den Sommerferien mit den Beteiligten sprechen und dann mehrere Vorschläge vorlegen, wie man das Provisorium mit den vorhandenen Mitteln des Fachbereichs umsetzen kann.