Ostwall-Passage wächst

Ostwall-Passage wächst

Die Stadttochter Bau GmbH kauft zwei neue Häuser. Die Grundfläche steigt damit auf mehr als 2100 Quadratmeter.

Krefeld. Die Ostwall-Passage wird deutlich größer als bislang geplant. Am Donnerstagabend gab der Aufsichtsrat der Stadttochter Bau GmbH grünes Licht zum Kauf der Grundstücke Neue Linner Straße 89 und 87.

Dies bestätigte Thomas Siegert, Chef von Bau GmbH und Wohnstätte, auf WZ-Anfrage. Die Grundfläche der Passage zwischen Ostwall und Behnisch-Haus steigt damit um 475 auf 2123 Quadratmeter.

„Diese Erweiterung eröffnet die Chance auf eine städtebaulich sehr interessante Lösung“, sagte Siegert. Konkret geht es darum, dass die Passage an der Petersstraße in L-Form bis zur Neuen Linner Straße wachsen kann.

Zum Preis der zusätzlich gekauften Häuser machte Siegert keine Angaben. Die Ostwall-Grundstücke mit den Nummern 148 bis 152, die den Kern der Passage bilden, hatte die Bau GmbH für 1,7 Millionen Euro von der Immobilienfirma Luximo (Schweiz) gekauft.

Im Erdgeschoss des Neubaus soll es eine Mischung aus gehobenem Lebensmittelgeschäft und Markthalle mit gastronomischen Angeboten geben. In den vier Etagen darüber sind Arztpraxen, Büros und Wohnungen vorgesehen. „Wir werden bei der Vermarktung oder einem Teilverkauf der Flächen keine Schwierigkeiten haben“, hatte Siegert schon mehrfach betont.

Der Chef der Bau GmbH hofft, dass die Häuser Ende dieses Jahres abgerissen werden. Dies setzt allerdings Lösungen für die noch vorhandenen Mieter voraus. Bei vier Wohnungen und einem Ladenlokal gibt es noch offene Fragen. Wenn alles klappt, könnte ab 2014 — also parallel zum 20-Millionen-Umbau der Haltestelle Rheinstraße — binnen 18 Monaten die neue Passage entstehen.

Das genaue Erscheinungsbild der Immobilie ist noch unklar. Laut Siegert wird es im März einen Architektenwettbewerb geben. An dem könnten sich alle interessierten Büros beteiligen.

Wie bereits berichtet, wird südlich der Neuen Linner Straße eine zweite Passage entstehen. Es geht um die Ostwall-Häuser 128 bis 134 und die ehemalige Werkkunstschule, die neuer Sitz der Wohnstätte wird. Siegert schätzt, dass die von ihm geführten Stadttöchter in beide Projekte mehr als 15 Millionen Euro investieren.

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