Ostwall: Ostwall-Passage: Der Rohbau ist nun fertig

Ostwall: Ostwall-Passage: Der Rohbau ist nun fertig

Richtfest für das lange geplante Gebäude zwischen Haltestelle und Behnisch-Haus.

Krefeld. Lange hat es gedauert, fast schon zu lange. Vier Jahre sind seit dem Auftrag an das Architekturbüro office03/DeZwarteHond aus Köln und Rotterdam vergangen. Ein Vergabe-Nachprüfungsverfahren sorgte nach den Erdarbeiten für einen 15-monatigen Baustopp. Am Freitag war endlich Richtfest des Neubaus des Ostwall-Quartiers Crefeld der Wohnstätte Krefeld, der Passage zwischen Petersstraße und Ostwall.

Oberbürgermeister Frank Meyer spricht in seiner Rede von zuletzt „keiner einfachen Zeit“. Er richtet seinen Blick indes nach vorne: „Heute ist ein Tag zum Feiern. Es geht in der Innenstadt voran. Ich freue mich, dass es in den Endspurt geht.“

Zwischen Ostwall-Haltstelle und dem Behnisch-Haus entsteht ein Gebäude, das „urbanen Großstadtflair“ mit der Natur verbinden soll. In acht Häusern wird es vier Gewerbeeinheiten geben, sieben Arztpraxen, Büros und sechs Wohneinheiten, wie die Wohnstätte sagt. Eine Gesamtfläche von 6542 Quadratmeter soll genutzt werden.

Auch städtische Töchter wie ein SWK-Kundencenter und die Wirtschaftsförderung ziehen ein. Begrünte Dachterrassen, Außengastronomie, ein Baum im Innenhof. An Tageslicht wird es in den Räumlichkeiten nicht mangeln. Große Fenster, viel Durchblick und ein Durchgang von der Petersstraße bis zum Ostwall.

„Uns war es wichtig, dass der Gebäudekomplex nicht mitschwingt zwischen Ostwall-Haltestelle und Behnisch-Haus. Er soll sich eher kleinteilig in den Bestand einfügen“, sagt Dirk Waldmann, Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft office03/DeZwarteHond. Der fertige Rohbau sei „schon ein Riesenschritt“.

Thomas Siegert von der Wohnstätte Krefeld sagt: „Die Verbindung von Ostwall und Petersstraße war wichtig. Wir wollen verschiedene Nutzungen mit Aufenthaltsqualität, dazu städtebauliche Aspekte setzen.“ Klassisch-moderner Stil, helle Fassade aus Keramik. In den Modellen und Vorschau-Bildern sieht die künftige Ostwall-Passage einladend aus. In den oberen Geschossen sollen die lichtdurchfluteten Wohnungen, Appartments und Penthäuser entstehen. „Lebenswertes Wohnen in urbaner Umgebung“ ist die Absicht.

Die Handwerker werden bald kommen, sobald es heißt: „Hülle dicht“, also kein Regenwasser mehr eindringen kann. Die Fensterbauer sind schon am Werk. Eine weitere Verzögerung soll es nicht mehr geben. Mitte 2019, so ist zu hören, soll die Eröffnung stattfinden.

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